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Gespräche Jn dem Reiche derer Todten ... : Hundert sieben und Siebtzigste Entrevuë, Zwischen Numa Pompilio, Dem Zweyten König zu Rom, ... und Dem jüngst-verstorbenen König von Sardinien etc. Victore Amadeo, ... / [David Fassmann]
Entstehung
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Preußen blichen aussen, weil sie schon wüsten, wie die Sachen lauffmwürden. , ^

Unterdessen saß der Raysek, an dem bemeldten Tage, auf das Herr,lichsie und feyerlichste zu Gerichte. Ich hatte einen Gesandten da,bey gegenwärtig,von andern Lhur-und Westen des Reichs aber hattensich ebenfalls Gesandte eingefunden. Mein Bruder, der MaeggeafAlbrecht aus Francken hingegen, befände sich in Person bey dem kai-serlichen Thron,weil er vom Teutschen Orden bevollmächtiget war,dessen Interesse und Angelegenheiten bey demRayserlichenHofe haupt-sächlich zu besorgen. Also musten, wie gesagt,die Mannen und Städ-te des Landes Preußen verlieren. Der Hochmeister, und seine Or-den s-Gebietigeee, nahmen auch aus dem gesprochenen Urtheil desRaysers Anlaß,die Mannen undSrädre des Landes Preusten,we-gen ihres Bündnisses , desgleichen wegen des dadurch verursachtenSchadens und derer Unkosten,noch weiter zu belangen. Unterdessen ver-meynte der Rayfer seines Orts , auch wir Thür- und Fürsten desReichs insgesamt, es wäre die preußische Sache an demselben Taggantz unvergleichlich entschieden worden, und wüste dem RömischenReiche zu großer Aufnahm gereichen. Aber eben dieser Spruchdes Rasers hat sehr widrige Folgungen nach sich gezogen, und eineso große Veränderung verursachet,die sich biß auf die jetzige Zeiten an-noch spüren lässet.

Der Hochmeister-

Man solle nimmermehr glauben,daß bißweilen,aus so gering - schei-nenden Begebenheiten, so große Veränderungen entstehen fönten.Aber eben durch solche Fehler ist es geschehen, daß sich schon die wunder-samsten ksvolutioner in der XVelt ereignet haben.

Der Lhurfürst.

Mir meines Orts war sehr viel daran gelegen,daß sich derTeutscheOrden mit denen Ständen und Städten des Landes Preußen inder Güte setzen möchte. Denn ich befürchte,es dörffte gang Preussendarüber an die Tron pohlen kommen, und derselben Macht dadurchallen Nachbarn unerträglich werden. Der Rönig cskmirus lv. inPohlen hatte sich ohne diß vorgenommen, weirläusstige Sachenauszuführen. Absonderlich suchte er,mit der Printzsßin von Oester-