Band 
Erster Band.
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1779—1781

Alles aber ist nur Entscheidung von Prozessen, die, mit wenigenAusnahmen, nur geringe Trölereien sind. Die hiesigen Gesetze undUebungen sind vortrefflich geschickt dazu. Gestern hat in einem Pro-zesse einmal auch hier die Armuth gegen Reichthum, freilich mit einigerMühe, die Gerechtigkeit erlangen können." Bei dieser Mühe, derenErfolg die sehr unerquickliche Aufgabe etwa versüßte, wird er wohlselbst mitbetheiligt gewesen sein.

Die Rückkehr der Familie von Kyburg nach Zürich versetztedie Söhne in die zürcherischen Schulen, die kurz vorher durch dieBemühungen von Heidegger, Breitinger u. s. f. eine bedeutende Re-form erfahren hatten. David trat in das sogenannte eollagiumbumanitatis mit 2 jährigem Kurse, nachher in die erste Klasse deseollogium Luroiinnm und genoß hier im Ganzen 3 Jahre denUnterricht der Professoren Hottinger und Steinbrüche! in den altenSprachen, Usteri in der Rhetorik. Bei Professor Füßli hörte erSchweizergeschichte. Durch rege wissenschaftliche Thätigkeit und zu-trauliches Benehmen scheint er die Freundschaft und Werthschätzungseiner besten Lehrer sich erworben zu haben, so daß der sehr verdienteChorherr Usteri, der Stifter der Töchterschule, ein vertrauter Freunddes Vaters Wyß, dem Sohne nachher schrieb: „Sie können sichnicht vorstellen, an wie vielen widrigen und unangenehmen StundenSie, mein werther Freund, und Ihre liebenswürdigen Kameraden,die ich eine Zeit lang gehabt habe, Schuld tragen. Der Abstandvon so liebenswürdigen jungen Freunden, mit denen ich mich aufeine für mich wenigstens äußerst angenehme Weise unterhielt, zu soverdorbenen und für das Edle, Schöne und Gute fast gefühllosenLeuten, mit denen ich vergeblich geplagt wurde, war mir fastunerträglich." Auch der greise Bodmer zog den jungen Wyß in denKreis der Jünglinge, auf die er in seinem hohen Alter noch immerpatriotischen, erziehenden Einfluß übte. Lebhafte Anregung zu eigenerThätigkeit brachten die Vortrüge des mit viel Geist, Eifer und Fleißeinzelne Theile der Schweizergeschichte und des schweizerischen Rechtesbehandelnden Professor Füßli, wie mehrere historische Aufsätze vonWyß, die diesen Vortrügen ihre Entstehung verdanken, bezeugen.