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1781
aufzugeben. Die letzteren Gedanken waren anfangs bei den berne-rischen und zürcherifchen Gesandten überwiegend. So schreibt Hr.Steiger an Wyß am 6. Oktober: „Ich besorgte immer, der Plandes Hofes in Betreff der künftigen Regierung von Genf fei schonlängst bestimmt gewesen, und glaube, daß wenn nicht der 8tntn8 guoden Anlaß zu den gegenwärtigen Auftritten gegeben hätte, so würdenandere noch drückendere Präliminarien den Borwand dafür gegebenhaben. Man will einmal eine dem Hofe unbegrenzt ergebene Regie-rung da haben. Vorsicht, Mäßigung und mehr Vertrauen in dieRäthe der beiden Stände hätte von Seite der repr^ontalm sogefährliche Entwürfe allein aufhalten nnd vereiteln können. Sie habenaber einen entgegengesetzten Plan befolgt und nun besorge ich, werdensie unwiderstehlich die traurigen Früchte davon tragen." Wyß schreibtan den Sohn am 19. Oktober: „Ich bin noch immer unsicher überden Gang, den die Genfersache in den Kantonen nehmen wird.Selbst habe ich wohl Zeit gehabt, darüber nachzudenken, aber ichkenne die Ansichten in den beiden Kantonen noch zu wenig, um ab-zuschließen. In den politischen Angelegenheiten der Republiken mußman sich wohl ein System machen, aber dieses auch so viel alsmöglich nach den Ideen der Andern modisiziren, wenn man demVaterland recht dienen will. Wenn man sich zu frühe ausläßt, ver-fehlt man sehr oft seinen Zweck nnd ist weniger fähig, beachtens-werthe Gedanken Anderer zu würdigen. Wie ich höre, gibt es zweiMeinungen in unserm Publikum. Die eine will aus der Garantieaustreten, die andere betrachtet es als einen Vortheil, daß Frankreichdie Kantone allein handeln läßt. Vielleicht gibt es noch eine dritteMeinung, bei Frankreich zu insistiren, daß es in die Garantie wiedereintrete." — Am 23. Oktober: „Die Hauptfrage scheint mir immerdie zu sein: Sind, wenn man sich der Garantie entledigt, die schwie-rigen Verbindungen mit Genf deßhalb überhaupt ausgelöst, ist dieAllianz darum auch aufgehoben nnd bringt diese nicht eben so vielVerlegenheit? Kann es uns evnveniren, Frankreich den Borwandzu geben und es fast zu nöthigen, sich Genfs zu bemächtigen? Ueberdie einzelnen Ausdrücke des Schreibens von Hrn. v. Vergennes wirdman sich im eon86i1 cku Uoi wohl nicht gestritten und dieß demMinister überlassen haben. Wie viele solche eruckitä8 finden sich inunsern Archiven, freilich keine stärkere, als die letzte. Wir vergessen