1781
37
immer, daß, was für uns sehr wichtig sein mag, sür einen Grvß-vezier eine Bagatelle ist, die sein 8p1een in zwei Worten entscheidet."
Die Stimmung in Zürich neigte sich aber immer entschiedenerzum Austritte aus der Garantie. Selbst der den MKntit's sonst sogünstige Hr. Bürgermeister Ott sprach sich sür diese Meinung aus.Und da zu Berathung mit Bern über die wettern Schritte eineKonferenz veranstaltet wurde, erhielten die zürcherischen Gesandten— wieder Schinz und Wyß — vom Großen Rathe am l. Novemberdie Instruktion, von einem an Frankreich zu stellenden Gesuch, wiederin die Garantie zu treten, gänzlich abzusehen, den eigenen Austrittaus der Garantie zu befürworten, und nur, wenn Bern hiezu nichtgeneigt wäre, die Gründe sür den Ausweg, über die Garantie sichjetzt nicht zu entscheiden und die boiw oktw68 einstweilen fortzusetzen,anzuhören und Schreiben an Hrn. v. Vergennes in diesem Sinnezu entwerfen.
Wyß hatte für den letztem Ausweg gestimmt. Er hatte am27. Oktober dem Sohne geschrieben: „Meine jetzige Meinung wirdvon einem Theile unseres Publikums aus dem Wunsche hergeleitetwerden, wieder nach Genf zurückzukehren. ^ckimnee ist in allenfreien Staaten lebendig, und der Mann, der nur aus das Wohlseines Landes sieht, muß sie als ein nothwendiges Uebel dulden.Ich werde frei meine Meinung sagen und dann ruhig die Wirkunggewärtigen. Hr. Schinz und ich haben die gleiche Meinung." —Am 30. Oktober: „Die Rechtsertigungsschrift des genserischen Rathesan den Minister scheut sich nicht, den Haß des letztem auf die Kan-tone zu lenken. Nach so vielen Diensten, die Genf geleistet wordensind, und so vielen Unannehmlichkeiten, die man deßhalb erfahren,war es sehr passend, auf diese Weise den Dank zu entrichten. Diesesschöne Schriftstück dient Denen, die der Genfersachen müde sind, sehrzur Unterstützung. Der Austritt aus der Garantie würde für denMoment bequemer sein, und ein Uebel, das erst in der Zukunftdroht, scheint immer geringer."
In Genf hatte die französische Erklärung die XvAaliks, dieimmer an den französischen Beistand sich anklammerten, in tiefeBetrübniß versetzt, die U.6prä86Man8 dagegen, die glaubten, den Siegnun errungen zu haben, mit großen Hoffnungen erfüllt und in ihremSelbstgefühl hoch erhoben. Der Sohn Wyß schreibt am 7. Oktober: