Band 
Erster Band.
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Am Nachmittag brachten preußische Husaren in einemwagen mehrere Gefangne ein, darunter einen schwarzbraunenTurro, der sein Feß mit einem Tivilhute vertauscht hatte. Aneiner andern Stelle der Stadt, in der Nähe des Rathhauses,stießen wir auf einen lauten Zank. Ein Marketenderweib hatteeinen Ladeninhaber, ich weiß nicht, was, wenn mir recht ist,etliche Hüte, gestohlen, die sie natürlich wieder herausgebenmußte. Man erfuhr nicht, zu welchem Troß sie gehörte.Unsere Leute bezahlten, soweit ich Zeuge war, was sie brauchtenund verlangten, mit gutem Gelde. Mitunter geschah sogar mehr.Gras Hatzfeld erzählte: „Als ich mit Reudell durch eine Seiten-gasse ging, kam eine Frau aus uns zu, die sich weinend beklagte,daß Soldaten ihr die Ruh weggetrieben. Reudell suchte sie zutrösten, er wolle sehen, ob er ihr die Ruh wiederschassen könneund als sie uns' gesagt, daß es Rürassiere gewesen, gingen wirdie zu suchen, wobei sie uns einen kleinen Jungen als Führermitgab. Der brachte uns zuletzt aufs freie Feld hinaus, aberdie Rürassiere und die Ruh konnte er uns nicht zeigen, undso kehrten wir unverrichteter Sache um. Reudell will ihr nundie Ruh bezahlen".

Meine wirthsleute waren sehr höflich und gutmüthig. Sieräknnten mir sogleich das beste ihrer Zimmer ein und trugenmir, obwohl ich sie bat, sich meinethalben nicht zu bemühen,ein reichliches Frühstück mit Rothwein aus, dem nach fran-zösischer Sitte Rassee in einer kleinen Bowle mit einem silbernenSpeiselöffel, mit dem ich ihn trinken sollte, beigegeben war, undtrotz meiner Weigerung mußte ich zulangen. Sie sprach um-gebrochen, er geläufig Deutsch, wenn auch nur das aleman-nische patois und gelegentlich mit einem französischen Wortedazwischen. Nach den Heiligenbildern in ihren Stuben zuschließen, waren sie katholisch.