Band 
Erster Band.
Seite
21
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Am s.3. August brachen wir wirklich nach ^Faulquemontoder, wie wir's jetzt schreiben, Falkenberg auf. Die Gegend,durch die wir fuhren, war wie die, welche wir von Saarbrückenan passirt, ein Hügelland, das vielfach mit Gehölzen bedecktwar, und an Kriegsbildern fehlte es so wenig wie vorher.Die Chaussee war voll von Wagenzügen, Geschützen, fahrendenLazarethen, Armeegensdarmen und Ordonnanzen. Lange Reihenvon Infanterie marschirten auf der Straße und zur Rechten querüber die Stoppelfelder auf den hier mit Strohwischen an Stangenabgesteckten Lolonnenwagen. Bisweilen sah man einen Mannmitten im Gliede umfallen, und hier und da lagen Marode inden Gräben; denn die Augustsonne brannte von einem wolken-losen Himmel grimmig hernieder. Die Truppen, die wir voruns und zuletzt großentheils hinter uns hatten, waren das8^. Regiment (Schleswig-Holsteiner) und das 56. Endlichkamen wir durch die dicke gelbe Staubwolke, die von ihrenTritten aufgestiegen, in das Städtchen hinein, wo ich bei BäckerSchmidt einquartiert wurde. Der Minister war in dem Nebelund Menschengetümmel verschwunden, und erst nach einigerZeit erfuhr ich von den gleichfalls in Falkenberg verbliebnenRäthen, daß er mit dem Könige nach dem eine starke Meilevon uns entfernten Dorfe Herny weitergefahren sei.

Falkenberg ist ein Grt von ungefähr 2000 Einwohnern,der nur aus einigen ziemlich langen Hauptstraßen und etlichenengen Nebengassen besteht und einen sanft abfallenden Hügel-rücken einnimmt. Den ganzen Rest des Tages dauerte derDurchmarsch der Truppen beinahe ununterbrochen fort. Darunterbefand sich auch hessische Infanterie. Die Sachsen standen ganzin der Nähe. Sie schickten ihre Marketender bis in die Nachthinein zn meinem Bäcker, um Brot zu holen, an dem es infolgeso ungewöhnlicher Ansprüche bald mangelte.