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Ort ein wenig in Augenschein zu nehmen. Derselbe mag etwazweitausend Einwohner haben und liegt malerisch in einerLenkung in den Dorhügeln der hier nicht hohen, mit Laubwaldbedeckten Kette der Argonnen neben und auf einem kegelförmigenBerge mit einer Kapelle. Die lange Grande Rue war bei unsrerAnkunft voll Bagagewagen und Kutschen, und auf dem Pflasterlag viel zertretener dicker gelber Koth. Pier und da sah man einigesächsische Jäger. Bei sinkender Sonne stiegen Abeken und ichauf steinernen Stufen am Abhang hinter dem Schulhause nachder alten gothischen Kirche hinauf, die von hohen Schatten-bäumen umgeben auf der halben pöhe des Berges steht und demmir bis dahin unbekannten heiligen Didier geweiht ist. Sie waroffen, und wir traten hinein in die Dämmerung, in der manKanzel und Altar nur in Umrissen sah. Die ewige Lampewarf ihren rothen Schein auf die Bilder an den wänden, unddurch gemalte Fenster fiel ein Restchen Abendlicht auf denFußboden, wir waren allein. Alles um uns war tief stillwie eine Gruft. Nur gedämpft drang von unten her das Stimmen-gewirr und Rädergerassel der Menschenmenge, die den Ort durch-fluthete, das Tramp Tramp durchmarschirender Truppen und daspurrahrufen derselben vor dem pause des Königs zu uns herauf.
Als wir wieder hinunter kamen, zogen gerade die „Mai-käfer" vorbei. Der Minister war fort und hatte hinterlassen,daß wir ihm in's potel des Voyageurs folgen und da mit ihmessen sollten. Unser Küchenwagen war nämlich erst spät odernoch gar nicht eingetroffen, wir gingen hin und fanden ineinem kegelschubartigen pinterzimmer, wo Alles voll Lärm undTabaksqualm war, am Tische des Chefs noch Platz und Atzung.Ein Offizier mit langem dunklen Barte und einer Johanniter-binde speiste mit uns. Es war Fürst pleß. Er erzählte, daßdie gefangnen französischen Offiziere in Pont a Mousson sich