noch einen Blick in die Kirche des heiligen Didier, in der sichjetzt Hessen einquartiert hatten, die im Chor vor dem Altaraus Stroh lagerten und sich an der ewigen Lampe — gewißohne sich etwas Unrechtes dabei zu denken; denn es warenharmlose Leute — ihre Tabakspfeifen anzündeten.
Ich schalte hier einige interessante Notizen ein, die Tage-buchsblättern eines höheren baierischen Offiziers entnommensind, welche mir zur Verfügung gestellt wurden. Derselbe warim Mai während des Rückmarsches zu Tlermont in
demselben Hause einquartiert, in welchem während unsrer An-wesenheit König Wilhelm gewohnt hatte, und besuchte alsNaturfreund den Berg mit der Annenkapelle ebenfalls. Dorttraf er auch den Geistlichen, dem wir begegnet, machte dessenBekanntschaft und erfuhr von ihm allerlei des Merkens Werthes.Die Mauerreste, die wir gesehen, hatten zu einem alten Schlossegehört, das später in ein Kloster verwandelt und in der Aeitder ersten französischen Revolution zerstört worden war. DerGeistliche war ein alter Herr, der schon sechsundfünfzig Jahream Orte lebte. Er war ein Mann von viel Gefühl und einguter Patriot, dem das Unglück seines Vaterlandes schwer aufder Seele lag, der aber auch nicht verkannte, daß frevelhafterUebermuth das Schicksal herausgefordert hatte. Von diesemUebermuthe erzählte er ein unschönes Beispiel, das ich in denWorten des Paters, ungefähr wie sie meine Ouelle wiedergiebt,folgen lasse.
„wie Sie, meine Herren, so zogen im vorigen Augustfranzösische Kürassiere plötzlich hier ein. Auch sie lockte derschöne Berg zur Bewunderung der Umgegend auf seinen Gipfel.Spottend gingen sie an meiner eben offenstehenden Kirche vor-