Band 
Erster Band.
Seite
107
JPEG-Download
 

s07

ließ mir das nicht zweimal sagen, und nach einer Meile setztesich der Magen, in dem diesen Morgen Graf Bismarck-Bohlenan der Seite des Ministers Platz nahm, in Bewegung.

Bach einigen hundert Schritten hielten wir vor dem Banse,wo Nerdp einquartiert war, hinter dem Wagenzuge des Bönigs,welcher Letztere noch erwartet wurde. In dieser Zeit kam unsAbeken mit Schriftstücken nach, um in Betreff derselben Befehleeinzuholen. Der Lhef setzte ihm gerade was auseinander, wobeier ihm seiner Gewohnheit gemäß das zu Erklärende wieder-holt erläuterte, als der Prinz Barl mit seinen: bekanntenmorgenländisch gekleideten Neger vorbeifuhr. Nun hatte unseralter Berr, der sonst bei solchen Gelegenheiten sicher nur Ohrund Gedächtniß für die Worte seines Lhefs war, das Unglück,daß er ein übergroßes Interesse für alles, was zum Pose ge-hörte, empfand, und das kam ihm in diesem Augenblicke nichtzu Gute. Die Erscheinung des Prinzen war ihm offenbarwichtiger, als der redende Minister, und als dieser, der das be-merkt haben mußte, ihn nach dem soeben Gesagten fragte, gaber eine etwas verwirrte Antwort. Er mußte dafür die herbeErmahnung hören: „So hören Sie doch darauf, was ich sage,Berr Geheimrath, und lassen Sie Prinzen in Gottes NamenPrinzen sein. Mir reden hier in Geschäften". Später äußerteer zu uns: „Der alte Mann ist rein weg, wenn er etwas vomlqofe gewahr wird" — dann wie entschuldigend: „Ich möchteihn aber doch nicht entbehren".

Nachdem der Bönig erschienen und, die bunte Stabswachevoraus, weggefahren, folgten wir ihm, wobei wir zuerst dieTags vorher berührten Ortschaften Lhemery und Lhehery wiederpassirten und dann bei einem dritten Dorfe, das links von derLhaussee in einer Bodenvertiefung liegt, am Fuße eines kahlenBügels, auf einen: Stoppelfelde zur Rechten der Landstraße lhalt