wünsche. Keudell aber erzählte: „Als der Bundeskanzler ausdem Zimmer, wo er mit jenem verhandelt, wieder heraustrat,fragte er den Dragoner vor der Thür, woher er wäre. — ,AusSchwäbisch-Hall'. — ,Na, Sie können sich was darauf einbilden,bei der ersten Friedensverhandlung in diesem Kriege wache ge-standen zu haben'".
wir Andern hatten mittlerweile eine Zeit lang in Thessy aufdie Rückkunft des Kanzlers gewartet und waren dann, vermuthlichmit dessen Erlaubniß, weitergefahren, bis wir nach ungefährzwei Stunden Ferrivres erreicht hatten. Auf dem Wege passirtenwir den Rand der Zone welche die Franzosen um Parisherum geflissentlich verwüstet hatten. Doch war die Zerstörunghier noch mäßig; nur schien die Bevölkerung der Dorfschaften,die wir berührten, von den Mobilgarden zum großen Theilverjagt worden zu sein. Nirgends hörte man meines Wissenseinen Hund, dagegen sahen wir in einigen Höfen Hühner um-hergehen. An den meisten Thüren, an denen wir vorüberkamen, stand mit Kreide geschrieben: „Korporalschaft N." oder„s Dffizier und 2 Pferde" oder etwas Anderes der Art. Inden Dörfern stieß man zuweilen auf städtisch gebaute Häuser,und seitwärts lagen Villen und Schlösser mit Parks, was aufdie Nähe der Großstadt deutete. Bei dem einen der Dörfer,durch die wir kamen, lagen viele Hunderte ausgetrunkner Wein-flaschen im Graben und auf dem Felde neben der Straße.Ein Regiment hatte hier eine gute 6)uelle entdeckt und bei ihrRast gehalten. Von Wachtposten an der Landstraße und andernVorsichtsmaßregeln, wie man sie vor Thateau Thierry undMeaux getroffen, war hier nichts zu bemerken, was für denThef, wenn er spät und mit schwacher Begleitung nachkam,bedenklich werden konnte.
Endlich, als es zu dämmern begann, fuhren wir in das