schien das zu ahnen; denn er wurde blaß, sagte aber nichts.Es wurde ihm dann bemerkt, daß ein Strohbund ein Ding sei,auf welches halsstarrige und freche Regisseure so gelegt würden,daß ihre Rückseite oben sei, und das weitere könne er sichvielleicht vorstellen. — Andern Tags hatten wir, was wirverlangt, und auch später kam meines Wissens keine Klagevor. Der perr Baron aber erhielt für seinen wein nichtnur den geforderten preis, sondern, wie man hörte, obendreinPfropsengeld, sodaß er an uns noch etwas Anständiges ver-diente.
Ob das so geblieben, als wir fort waren, war mir eine Zeitlang zweifelhafter als die Beantwortung der Frage, ob es so hättebleiben sollen. Deutlicher gesprochen: ich wußte keinen ver-nünftigen Grund für ein Verhalten aufzufinden, bei dem manden Millionär Rothschild mit Requisitionen, und zwar seinemvermögen angemessenen Requisitionen, auch dann noch verschonthätte, als man nicht mehr sagen konnte, sie seien für den Königund feine Umgebung. In der That wurde später in Versailleserzählt, daß schon am Tage nach unsrer Abreise ein halb DutzendRequisitionscommandos in Ferriores erschienen sei und eineMenge eß- und trinkbarer Dinge abgeholt habe, und daß selbst diepirsche im Gehege am Teiche von unsern Soldaten vergnügt auf-gegessen worden seien. Zu meiner tiefen Betrübniß aber mußte ichdann aus glaubwürdiger Ouelle erfahren, daß dem nicht so war.Jene Erzählungen waren fromme wünsche, die sich, wie das oftgeht, in Mythen verwandelt hatten. Die Ausnahmestellungdes Schlosses war bis zum Ende des Krieges in jeder Be-ziehung gewahrt worden. Um so widerwärtiger fühlte mansich durch die Rachricht berührt, daß Rothschild in der pariserGesellschaft, jene Rede unseres Ehefs lügenhaft übertreibend,verbreitet haben sollte, die Preußen hätten seinen Regisseur in