Ferneres prügeln wollen, weil die Fasanen, die er ihnen vor-gesetzt, nicht getrüsfelt gewesen wären.
Am andern Morgen kam der Minister in die mit hübschgeschnitzten Eichenholzmöbeln und einigen kostbaren Porzellan-vasen ausgestattete „Ehambre de Lhasse" des Schlosses, die wirzum Bureau umgewandelt hatten, sah sich das auf dem Mittel-tische liegende Jagdbuch an und zeigte mir das Blatt vorn3. November s856, welches besagt, daß er an diesem Tage mitGalisfet und Andern hier gejagt und zweiundvierzig Stück Mild,vierzehn 6asen, ein Kaninchen und siebenundzwanzig Fasanengeschossen. Jetzt jagte er mit Moltke und Andern ein vor-nehmeres Mild, den Mols von Grand pro. wovon er damalswohl noch nichts ahnte und seine Jagdgenossenschaft sicherlichnoch weniger.
Um elf Uhr hatte er die dritte Zusammenkunft mit Favre,nach welcher eine Berathung beim Könige stattfand, bei derauch Moltke und Roon zugegen waren. Das gab, nachdemeinige Briefe nach Berlin, Reims und kjagenau geschriebenwaren, ein paar Stunden Zeit, mich mit der neuen Mohnstättebekannt zu machen. Ich benutzte dies zu einer Besichtigungdes Schlosses, soweit es uns zugänglich war, sowie zueinem Streifzug durch seine Umgebung, die in einem nachSüden hin gelegenen park, einem im Norden sich anschließen-den Blumengarten, einem etwa vierhundert Schritt westlichvom Schlosse befindlichen Eomplere von Ställen und Mirth-schaftsgebäuden, denen gegenüber, jenseits der Fahrstraße, eineausgedehnte Gärtnerei mit Gbstpflanzungen, Gemüsebeeten undlanggestreckten prächtigen Gewächshäusern liegt, sowie in einemnoch vom parke eingeschlossenen Schweizerhänschen besteht,welches zur Mohnung für Dienstleute und zugleich zum wasch-lokale dient.
Busch, Graf Bi-marck und seine Leute. I. 4. Aufl.
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