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Ueber das schloß will ich kurz sein. Es ist der Formnach ein Viereck, das zwei Stockwerke und an jeder der vierEcken einen dreistöckigen Thurm mit stumpf zulaufender Be-dachung hat. Der Stil ist ein Gemisch aus verschiedenen Schulender Renaissance, bei denen es zu keiner rechten Gesammtwirkungkommt und das Ganze namentlich nicht so groß aussieht, als esin Wirklichkeit ist. Am Besten nimmt sich noch die südlicheFront mit ihrer mit stattlichen Vasen geschmückten Freitreppe aus,die zu einer Terrasse führt, auf welcher Drangen- nnd Granat-bäume in Kübeln stehen. Der Haupteingang ist auf der Nord-seite, wo man zunächst in ein Vestibül mit Büsten römischerKaiser gelangt, die ganz hübsch sind, von denen aber nichtwohl zu begreifen ist, was sie im Hause des Krösus der mo-dernen Iudenheit zu suchen haben. Von hier führt ein etwasgedrücktes Treppenhaus, dessen wände mit Marmor bekleidetsind, in den Hauptsaal des Gebäudes, um den eine von ver-goldeten jonischen Säulen getragene Gallerie herumläuft. Diewand über derselben schmücken Gobelins. Unter den Gemäldendes mit allerlei prunk ausgestatteten Saales befindet sich einReiterbild von Velasquez. Auch sonst haftet der Blick unterden prächtigen Sachen auf dein und jenem, was zugleich schönist. Im Großen und Ganzen aber macht der Raum denEindruck, als ob der Besitzer weniger an Schönheit und Be-hagen, als daran gedacht hätte, recht Theueres zusammen zustellen.
Läßt das Schloß hiernach ziemlich kalt, so verdienen dieGarten- und Parkanlagen um dasselbe alles Lob. Das giltsowohl von den Blumenbeeten vor der nördlichen Fa,)ade mitihren Statuen und Springbrunnen, als, und zwar in nochhöherem Grade, von den vorderen Partien des Parkes, derweiterhin zum Walde wird und hier nur von geradlinigen