aufgeregter Zeit blühenden Triebes zum Fabuliren, das immernach demselben Muster webt, und dem wir schon wiederholt beider Arbeit begegnet sind. Endlich sollen sich in Sovres, zwischenParis und Versailles, die Einwohner preußische Besatzung zumSchutze gegen die Plünderungen und Mißhandlungen erbetenhaben, die ihnen von Seiten der Francvoleurs und Moblotswiderfahren seien.
Beim Thee erfährt man noch Einiges über die letzte Ver-handlung des Kanzlers mit Jules Favre. Es soll Letzteren:dabei bemerkt worden sein, daß man ihm die näheren Bedingungeneines Friedens noch nicht mittheilen könne, da sie erst in einerVersammlung der deutschen Nächstbetheiligten festgestellt werdenmüßten, daß es aber ohne Abtretung von Land nicht abgehenwerde, da wir eine bessere Grenze gegen französische Angriffeunumgänglich bedürften. Es habe sich indeß bei der Besprechungweniger um den Frieden und unsere mit demselben in Verbindungstehenden Forderungen gehandelt, als um die Zugeständnissevon Seiten der Franzosen, gegen die wir einen Waffenstillstandbewilligen könnten. Favre habe sich bei der Erwähnung vonLandverlust höchst erregt geberdet, Seufzer ausgestoßen, dieAugen gen pimmel gewendet und patriotische Thränen ver-gossen. Der Ehes erwartet nicht, daß er wiederkommt. Dasist wohl auch dem Kronprinzen geantwortet, der diesen Morgen— ich schrieb die letzten Sätze am 22. früh — telegraphischangefragt hat.
Donnerstag, den 22. Septemb'er Abends. Die Fran-zosen werden nicht müde, uns der Welt als Barbaren undgrausame wütheriche zu denunciren, und die englische presse,besonders der uns notorisch von Grund aus feindliche „Standard",leiht ihnen dazu bereitwillig ihre Mitwirkung. Fast ohne Unter-laß schüttet jenes Blatt die ärgsten Verläuindungen unseres