Band 
Erster Band.
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Bauernkäufen angelegt und die Zinsen davon in Gestalt vonObrok aus den Leuten herausgepreßt", aus den unglaub-lichen Reichthum mancher alten Bojarengeschlechter. Der Chefführte mehrere Beispiele an und erzählte ausführlich von denIussupows, deren vermögen, obwohl mehrmals zur Strafe fürVerschwörungen halb confiscirt, noch immer weit größer alsdas der meisten deutschen Fürsten sei und „es ohne die Sachezu merken ertragen habe, daß zwei Leibeigene, Vater und Sohn,die nach einander als Verwalter fungirt, ihm während ihrerDienstzeit drei Millionen abgezapft hätten". Der Palast desFürsten in Petersburg enthalte ein großes Theater, einen Ball-saal im Stile des Weißen Saals im Berliner Schlosse undprächtige Räume, in denen drei- bis vierhundert Personen be-quem speisen könnten. „Der alte Iussupow hielt vor vierzig Jahrenjeden Tag offne Tafel. Ein armer alter abgedankter Offizierhatte mehrere Jahre fast täglich bei ihm gegessen, ohne daßman gewußt, wer er sei. Erst als er einmal längere Zeit aus-blieb, erkundigte man sich nach ihm auf der Polizei und erfuhrhier Namen und Stand des langjährigen Gastes".^

Der 5. October war für mich, wenn ich voin Tagebuchabsehe, ein äis8 siuo linsa, da der Minister vor und nach Tischeunsichtbar war. Beim Essen, an welchem der pofmarschallPerponcher und ein perr von Thadden, der zum Mitglied derVerwaltung in Reims bestimmt war, theilnahmen, erzählte derEhef mehrere hübsche Anekdoten vom alten Rothschild in Frank-furt. Der habe einmal in seiner Gegenwart mit einem Ge-treidehändler über einen Weizenverkauf gesprochen. „Dabeisagte der pändler zu ihm, als reicher Mann habe er doch nichtnöthig, den preis des Weizens so hoch zu stellen. — was, reicherMann? erwiderte der alte perr. Ist mein Weizen darum