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und schwindelerregende Touren, und der Minister erzählte ver-schiedene in dieses Kapitel gehörige Magstücke.
„Da erinnere ich mich", sagte er, „ich war einmal mit einerGesellschaft, unter der sich auch die Drloffs befanden, im südlichenFrankreich beim po^nt de Gare. Es ist das eine alte Masser-leitung aus römischer Zeit, die in mehreren Etagen über ein Thalweggeht. Da sagte die Fürstin Orlosf, eine lebhafte Frau, wirwollten oben darüber gehen. Das war ein sehr schmaler Gangneben der Rinne, nur etwa anderthalb Fuß breit, dann die tiefeingeschnittne Rinne und auf der andern Seite wieder eine Mauermit Platten darauf". — „Die Sache war nicht unbedenklich,
aber ich konnte mich doch von einem Frauenzimmer nicht an
Muth übertreffen lassen. So unternahmen wir beiden denn dasKunststück. Er aber ging mit den Andern unten im Thalehin. Eine Meile schritten wir auf Platten fort, und da
ging es gut auf der Ichmalen Kante, von der man in eineTiefe von mehreren hundert Fuß hinabsah. Dann aber warendie Platten weggefallen, und man ging über eine bloße schmaleMauer. Eine Strecke weiterhin kamen wir zwar wieder aufein Stück mit Platten, aber dann gab's wieder nur die
unsichere Mauer mit ihren schmalen Steinen. Da faßte ich mirein Perz, schritt rasch auf sie zu, faßte sie mit dem einen Armund sprang mit ihr in die vier bis fünf Fuß tiefe Rinne hin-unter. Aber die unten, die uns nun plötzlich nicht mehr sahen,hatten die größte Angst, bis wir endlich drüben wieder er-schienen".
Ein arider Mal hatte er mit einigen Begleitern bei einerTour in der Schweiz, — wenn ich nicht irre, bei einem Aus-fluge nach dem Rosenlauigletscher — einen schmalen Gratpassiren müßen. Eine Dame und der eine ihrer beiden Führerwaren schon drüben gewesen. Nach ihnen kam ein Franzose,