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Erste Band.
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116 Buch IV. Revolutionen von Dolon bis anf die Römer.

Baktrien, Persien. Eine leichte Reiterei, in diesen durch Wüsten' gesonderten, in Gefilde ausgebreiteten Provinzen vorzüglich brauchbar,gründete unter Arschak das Reich der Parther. Es bestand beifünfhundert Jahre, weil seine Kriegesart zu Bedeckung der einigenGränze, von der es wichtige Angriffe zu besorgen hatte, die geschick-teste war. In der militärischen Verfassung der Parther war (wiezu geschehen Pflegt, wo Soldatengunst vom Thron disponirt) großeVeränderlichkeit in der Wahl der Könige, keine in der Form; dieseschickte sich für einen solchen Geist und parthische Sitten.

Kleinasien wäre für die Seeleuciden früh verloren gewesen,wenn nicht einige Kretenser den guten, fähigen Herrn, dem diesesLand sich geben wollte, um Geld verrathen hätten. Eben dieserAntiochus III, welcher den Achäus (Name des unglücklichen Fürsten),welchem er sonst wesentliche Verbindlichkeiten hatte, grausam hin-richtete, starb nicht im Besitze der hiedurch befleckten Eroberung.Sie wurde ihm in seinem Alter durch die Waffen der Römer ent-rissen; Kleinasien bis an den Berg Taurus schenkten sie Eumenes,v Könige von Pergamus, den er verachtet hatte. Antiochus, dem189. die frühern Jahre den Beinamen des Großen zu verdienen schienen,war im Alter sich nicht mehr gleich. Nachdem er seinen RuhmI8ül überlebt, nahm er in Elymais einen unglücklichen Tod.

Die Seleucidische Regierung in Syrien war von dem an vonRom abhängig, zu oft der Preis blutiger Kriege und schwarzenVerraths; in hundert Jahren regierten achtzehn Könige. Antiochia,die von Seleukus dem ersten gestiftete Hauptstadt, blieb durch dieFruchtbarkeit Syriens und als Niederlage des innerasiatischenHandels eine der reichsten Städte, wie durch ihre Sitten der Sitzdes wollüstigsten Sinnengenusses.