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Fünftes Buch.
Quellen der Geschichte der Römer.
Capitel 1.
Einleitung.
Als Alexander der Große dem Philosophen Diogenes jede ihmgefällige Gnade zu erweisen versprach, Diogenes aber nm nichtsweiter bat, als daß der König ihm ein wenig aus der Sonne gehe,sprach Alexander zu den Hofleuten, welche seine Meinung über denSonderling wissen wollten: „Wäre ich nicht Alexander, so möchteich Diogenes seyn!" Große Seelen wollen alles unterwerfen, odersie verschmähen alles, was der Pöbel für groß hält. Nicht andersdie Staaten; sie haben zweierlei Wege zum Ruhm: klein und arm,tugendhaft und aufgeklärt, wie Athen und Lacedämon, oder, wieRom, in den größten Planen der Herrschaft unerschütterlich zu seyn.
Capitel 2.
PolybtuS.
Die Quellen der Geschichte der römischen Republik sind bis aufdie Zeit ihres Ueberganges unter die Alleinherrschaft meistens ver-loren: die Jahrbücher der Pontifen sind verbrannt; von Geschieht-