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Erste Band.
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Sap. 2—3« Polybius, PlautuS, TerentiuS, Cato. 121

schreibern werden wenige Urkunden angeführt; die ältesten Geschicht-schreiber, von Diokles bis auf Sallustius, sind mit Ausnahmeweniger Bruchstücke untergegangen, und scheinen weder kritisch genau,noch mit politischem Geiste abgefaßt gewesen zu seyn. Das Andenkenvieler Begebenheiten erhielt sich durch die Reden bei dem Tode an-gesehener Bürger und ihre den Eingang der großen Häuser zierendenBilder; aber die Familieneitelkeit verunreinigte diese Quelle mitErdichtungen.

Polybius von Megalopolis in Arkadien ist der älteste übriggebliebene Verfasser römischer Geschichten. Während seines langenAufenthaltes in Rom, als Gesandter des achäischen Bundes, erwarber die Freundschaft des großen Scipio. Er ist über die Verfassungum so lehrreicher, weil er nicht, wie Eingeborne, vieles als bekanntvoraussetzt, sondern sie selber studiren mußte. Er sah als Reisenderdie Alpen, Spanien und Afrika, und erwarb dadurch die Local-kenntniß, ohne welche schwer ist eine Geschichte anschaulich darzu-stellen. Polybius hatte einen richtigen Blick; ohne Vorliebe für dieseoder jene Verfassung beurtheilte er jede, wie sie war; er staunt nichtan, was dem Eroberer Glück zu geben scheint; indem er die Ur-sachen des Falls der Carthaginenser sucht und findet, sagt er vor,wann und wie das gleiche Schicksal die Sieger treffen werde. DieKunst Herodots, die Thucydideische Kraft, Tenophons vielsagendeKürze ist nicht bei ihm: er ist ein von seinem Gegenstände ein-genommener Staatsmann, der, ohne auf das Lob der Gelehrten zudenken, Staatsmännern schreibt; Verstand ist sein Charakter.

Capitel 3.

PlautuS, Tereuttus, Cato.

Bon den römischen Schriftstellern derselbigen Zeit sind nur dieTheaterdichter Plautus und Terentius bis auf unsere Zeiten gekom-men; sie enthalten keine Schilderungen römischer Sitten, weil sie

v. Chr.

150 .

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182 —

145 .