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Erste Band.
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Cap. 8. Cicero, Cäsar, Barro. 123

Die zwei schönen Bruchstücke der Sallustischen Geschichte zeigenden Verfall der Sitten und Freiheit.

Capitel 5.

Cicero, Cäsar, Varro.

Dieses Gemälde vollendet in Briefen und Reden der gleichzeitigeCicero. In der Beredsamkeit hat kein Römer ihn übertreffen, inseinen Schriften reizt die herrschende Liebe des Guten und der Wissen-schaften; er ist ungemein lehrreich über die geheimen Ursachen derdamaligen Revolutionen; durch ihn lernt man den Untergang einerVerfassung, die dem Verres vergab, die den Clodins ehrte, undblindes Werkzeug einiger Ehrgeizigen war, weniger bedauern. Mansieht aus seinen philosophischen Schriften, wie weit die Menschenkurz vor der Stiftung der christlichen Religion in ihren Vorstellungenüber die Hauptangelegenheiten des menschlichen Geistes gekommenwaren.

Cicero liefert von der ältern Zeit, ihren Sitten und GesetzenNachrichten, ohne welche man das interessanteste Jahrhundert dergrößten Republik nicht gehörig würdigen könnte.

Zu eben diesem Zweck dient, was von den Schriften seinesFreundes Varro, über Landbau und Sprache übrig ist. Mansieht das Leben, welches während öffentlicher Verdorbenheit rechtlicheMänner führten; der Freund der Alterthümer findet Schätze vonKenntniß.

Cäsars Commentare sind Muster majestätischer Einfalt in derGeschichtserzählung. Da er von seinen eigener Thaten schreibt, somüssen die Nachrichten Anderer zu kritischer Beleuchtung benutztwerden. In jedem Wort , in jeder Auslassung ist Absicht; mit un-endlicher Kunst stellt Cäsar dieses ins Licht und geht über jeneshinweg. Anstatt in ihm ein Modell unparteiischer Geschichtschreibung