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Erste Band.
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130 Buch V. Quellen der Geschichte der Römer.

andere Zeiten dienen znr Bestätigung. Man hat ihm, wie demGuicciardini, vorgeworfen die Menschen schwarz abzumalen; aberdie Geschichte beschäftiget sich mit Menschen, welche Leidenschaftenvon genügsamem Feuer haben, um merkwürdige Bewegungen zuveranlassen; gemeiniglich werden Extreme bemerkt, die der stilleMann kaum faßt, und welche auch zur Nationalbeurtheilung nurinsofern dienen, als sie durch den Einfluß des Beispiels eine Nationniederdrücken oder erheben.

Die Welthistorie des ältern PliniuS, der Auszug zweitausendmeist untergegangener Bücher, ist eine römische Encyklopädie. Außerder Naturhistorie ist bei ihm die Sittenschilderung aller Zeiten Roms,in kühnen Zügen, mit dem Talent eines großen Schriftstellers undmit dem Gefühl eines rechtschaffenen Mannes, entworfen. Vielehaben den Halter des Alterthums (er war es in Mannichfaltigkeitseiner Kenntnisse, in Arbeitsamkeit, Excerptenfleiß, selbst in äußer-licher Gestalt) verkannt: Träumereien, die er anführt, um ihreAbgeschmacktheit offenkundig zu machen, sind ihm als Meinung auf-gebürdet worden; über Kunstsachen dürfte Falconet ihn nicht immerverstanden haben; es verdient verglichen zu werden, was von derMalerei der Alten Mengs sachkundiger vorbringt.

Capitel 11.

PlutarchuS, Suetoniusi

ES wäre überflüssig, viel von PlutarchuS zu sagen." die Zahr-hunderte haben sein Lob entschieden. Wer für die moralische Größeder Helden des Alterthums Gefühl hat, bedarf, um ihn zu lieben,nichts, als ihn zu lesen; es wird ihm begegnen, was dem PlutarchuSselbst: „indem ich," sagt er, „so viele edle Männer bei Abfassungihrer Geschichte täglich vor Augen habe, bin ich dadurch selbst besser