Band 
Erste Band.
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<?ap. 11---12. PlntarchuS bis auf spätere Schriftsteller. 131

geworden." Denen, die nirr den Ton ihrer Aeit überall herein-bringen, hat er nicht geschrieben.

Nach ihm und seinen MänNerN ist schwer von Suetonius undden Cäsarn zu sprechen. Doch ist sein Buch merkwürdig, obschonman zweifeln darf, ob er immer sicheren Quellen gefolgt, und sieverstanden hat.

Capitel 12.

Spätere Geschichtschreiber.

Dion Cassius, der Nicäner, war ein erfahrener, fleißiger undwohlgesinnter Geschäftsmann. Das vornehmste Stück der von ihmerhaltenen Bücher ist die sonst nirgend so vollständige Geschichte derGeschäftsführüng Augusts, und in dieser die Reden des Mäcenasund Agrippa, nebst anderen des Kaisers selbst, worin der Vaterdes Vaterlandes, Augustus, Birgils und Horazens nun würdig,erscheint.

Herodianus ist wahr, gemäßigt, ohne alle Kunst interessirend.Eine Bergleichnng der von ihm beschriebenen Zeit mit der nachNeronS Tod bei Taeitus führt auf Bemerkung der nach und nachfühlbareren Wirkung einer alleinherrscherischen Gewalt auf Senatund Armee, und auf die der langen Macht vier tugendhafter Fürsten.

Die fünf oder sechs Geschichtschreiber der Kaiser von Hadrianusbis auf Carus sind in Ermangelung besserer Autoren zu gebrauchen;nicht umständlich genug, um Charaktere und Handlungen begreiflichund ihre Würdigung sicher zu machen. Sie sagen überhaupt wenig;dieses in wenigen Worten: die Alten sagen mit wenigem viel undsind dennoch ausführlicher. Die Kunst besteht nicht in der Eile, sowenig als der Zweck des Lesers, in wenigen Stunden viele Regie-rungen durchzulaufen, sondern in genauer Darstellung alles zurKenntniß der Menschen und Staaten Dienlichen.