134 Buch V. Quellen der Geschichte der Nömer.
von Zeitgenossen beschrieben worden, beschwerlich, durch Sprüchevoll alter Kraft befriedigend , im Ganzen von dem unglücklichen,achtundzwanzigjährigen Jüngling erstaunenswürdig. Mau klagt ihnan, gegen Cäsar parteiisch zu seyn; das würde ihm Cäsar selbstvergeben haben, wenn er ihn genöthiget gesehen hätte an Neroseine Macht zu verehren.
Silius über Hannibals Krieg ist in jeder Rücksicht mittelmäßig.
Capitel 15.
Sammlungen.
Wir kommen anf Sammler, sehr schätzbare Schriftsteller (wennsie genau sind), welchen viele verunglückte Originalgenies mit mehrLob und Nutzen sich beigesellen möchten; Balerius Maximus erzähltdenkwürdige Thaten und Reden gut; unerträglich sind seine Betrach-tungen darüber. Frontinus und Polyänus belehren, oft nur nichtgenau genug, über Kriegsliste der Helden. Viele liebe kleine'Er-zählungen liefert Aelianus; wenn er nur durch Anführung derQuellen die Untersuchung erleichtert hätte! Dieses wäre um so mehrzu wünschen, da er selbst nicht großen Scharfsinn zu haben scheint.Des Aulus Gellius gelehrte Nachtarbeiten und die wichtigeren lite-rarischen Tischreden des Athenäus sind weit schätzbarer. Auch dieExcerpte .des unter dem Titel dem Julius aus Afrika
zugeschriebenen Werks haben eigenthümlichen Werth. Es ist darinzu sehen, wie die Enkel der Nömer, welche ihren Feind Pyrrhusvor giftmischenden Verräthern warnten, aus der Giftmischerei endlicheinen Artikel der Kriegskunst gemacht; es ist über die Art, Brunn-quellen, Getreide, die Luft zu vergiften, in diesem Buch, wie vonSchlachtordnungen und Handgriffen gesprochen.
Das Wörterbuch des Pollux ist ein sonderbares 1!orr>u-copige,welches über die attische Municipalversassung, über das Theater,