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Erste Band.
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Buch V. Quellen der Geschichte der Nömer.

Der Ton, auf welchen sie die Lesewelt stimmen, wirkt auf den derStaatsgeschäfte, und diese bleiben nicht ohne Einfluß auf die Dar-stellungsmanier philosophischer Begriffe. Im größten Sittenverfallfand strenge stoische Weisheit die wärmsten Schüler. Große Seelenhielten sich um so fester an ernstes Recht. Aber nicht nur existirtendie entgegenstehenden Extreme in Rom zugleich, sondern oft in dernämlichen Person: viele hatten die Bücher und Statuen der Weisenin ihren Zimmern, und Sitten, wie die von Petronius geschilderten,in geheimerm Leben. Selbst Seneca gibt Regeln, welchen seinGemüth nicht, aber feine Lebensmanier darum widersprach, weil ernicht über sich erhalten konnte den Hof zu verlassen; sein Tod wardie anständigste Scene seines Lebens. Von ihm ist für die Natur-geschichte, Sitten und Literatur vieles zu lernen. Epiktetus warnicht so gelehrt, aber die Kraft seiner Weisheit glänzte in derTugend seines unschuldigen Wandels. Wer liebt nicht des KaisersMarcus Aurelius biederes Gemüth und brennenden Eifer im Guten!Hierauf und indessen erhob sich aus der Schule Platons eine Secte,welche die Geheimnisse ägyptischer Gottesdienste und morgenländischeGötterwirkungen in die Philosophie brachte.

Die Benutzung der Werke der Kirchenvater für die Geschichteist eine nicht leichte Sache. Salbung, Moral, zärtliche Verehrungdes Religionöstifters haben sie; aber viele ihrer Schriften (dieseserschwert ihren historischen Gebrauch) tragen unrechte Namen; inandere hat heilige Einfalt Märchen aufgenommen; hin und wiedererlaubten sich die guten Väter einen frommen Betrug. Die schlechteSchreibart der meisten, ihre Mißbegriffe, die Schwäche einigermachen dem Christenthum keine Ehre: diese guten Männer habeneinen so reinen, hohen Lehrbegriff nicht erdacht; nicht sie haben überdie griechische und römische Religion gesieget.

Ueber die alte Geschichte ist vieles in Schriften, welche langenach dem Untergang des alten Kaiserthums aus Büchern, die noch