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Buch VI. Die Republik Nom.
den hohen Gedanken, wie Alexander Asien, so den Westen zuunterwerfen. Er verstand die Kriegskunst so, daß er geschätzteBücher davon geschrieben. Er war ein edelmüthiger, aufgeklärterFürst; von den Barbaren, gegen welche er Krieg führen sollte, hatteer keinen Begriff. Er hatte so eben Macedonien gleich schnell ein-E Roms genommen und eingebüßt. Nun versprach er den Tarentinern,480. und ergötzte sich in dem Gedanken, nach Unterwerfung Roms dieGallier, die Spanier, dann Afrika zu bezwingen, und Carthagozu erobern.
E. Roms Pyrrhus schlug die Römer; sie kannten seine gelehrtere Kriegs-484. manier und seine Elephanten noch nicht. Doch da Pyrrhus uner-warteten Muth an ihnen wahrnahm, fand er gut ihnen seine Freund-schaft anzubieten. Der Senat, überzeugt daß dauerhafte Verbindungeine gegenseitige Achtung und eine Art von Gleichheit zum Grundehaben muß, erklärte dem sieghaften König, seinen Anträgen ehernicht Gehör geben zu können als nachdem er Italien werde ver-lassen haben. Cineas, sein Gesandter, der den Senat nach grie-chischer Sitte beurtheilt hatte, entdeckte, wie unzugänglich für Privat-vortheile Fabricier und Curier waren. Nichts wurde versäumt umden Ruhm der Waffen Roms herzustellen; man betrachtete jedefremde Kriegsmanier wie ein aufzulösendes Problem. Pyrrhuswurde in weiteren Vorschritten völlig -aufgehalten. Er, zu dessenEigenschaften Beharrlichkeit nicht gehörte, gab die Idee der EroberungItaliens auf, und ging als Eidam des verstorbenen Fürsten Agatho-kles nach Syraknsen, wo er eben so muthig und inconsequent han-delte. Er eilte alsdann in den Peloponnesus und wurde in einerAbenteure, wodurch er in die Stadt Argos gekommen, durch einenStein zerschmettert.
Indeß eroberten die Römer Apulien und Calabrien, sammtdem Salentinerlande, durch Güte und Gewalt; Italien, oben von derGränze des cisalpinischen Galliens bis an die Meerenge, war römisch.