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Erste Band.
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Buch VI. Die Republik Rom.

Die militärischen Untersuchungen Karl Guischards, welchenFriedrich Q. Jcilius nannte, übertreffen an Gelehrsamkeit alle frü-heren, und sind nothwendig zu Verbesserung der Uebersetzungen vonden Alten. Es ist dagegen verschiedenes erinnert worden, wasnicht unbeantwortet geblieben seyn würde, wenn der arbeitsame, edleMann länger gelebt hätte.

Die Briefe des Grafen Algarotti, in Bezug auf diese Gegen-stände, sind in dem besten Geschmack geschrieben; seine Urtheilewaren großenteils die des Königs, dessen freundschaftlichen Umganger genoß.

Lapitel 10.

Römische Sitten.

So viele Völker sahen Rom entstehen und herrschen, so vielemit neidischer Bewunderung seiner Größe; aber Rom wurde nichtnachgeahmt: weil nichts im Weltlauf einzeln ist; weil jede Erschei-nung ihre durch tausend Nebenumstände bestimmte Zeit hat; weildie römische Taktik ohne römische Sitten eine so lange Freiheit undein solches Reich nie gebildet haben würde.

Die Stadt Rom nach der Wiedererbauung (als die Gallier siemeist verbrannt) verschönerte sich nach und nach; doch waren immerviele Häuser von Holz, viele von Ziegelstein; die Gassen unregel-mäßig, meist enge, die Häuser sehr hoch. Daß sie in den Haupt-straßen nicht über siebenzig Schuh haben sollten, wurde unterAugustus eingeführt; er war Stifter einer Feuerpolizei. Das ältestevon den Zeiten der Könige bis auf uns erhaltene Werk sind erstan-nenswürdige Cloaken, welche die Reinlichkeit unterhielten (Reinlichkeitwar Religionspunkt der alten Völker); aus den Zeiten der Consulnsind Wasserleitungen übrig; die Stadt hatte in ihren Mauern dieeinige Quelle der Juturna. Wo Rom nun liegt, erstreckte sich das