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Erste Band.
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Gap. 10. Römische Sitten.

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Marsfeld, eine Gegend so ehrwürdig wie das olympische Stadium;hier übten sich die Römer in der Gymnastik, welche (wie bei denGriechen) zu ihrem kriegerischen Ruhm nicht wenig beitrug.

Im Anfang der Consuln war die Stadt ungefähr so volkreichwie nun. Nachmals erstreckte sie sich so weit, daß benachbarteStädte Vorstädte wurden. Wenn Lucans Ausdruck, „daß sie dasmenschliche Geschlecht hätte fassen können," weitgetriebene poetischeKühnheit ist, so bleibt wahr, daß der Umfang der Stadt ungemeingroß geworden; Küchen in Palästen der Großen, sagt strafend Pli-nius, waren von der Ausdehnung, wie sonst das Erbgut einesBürgers. In Büchern und in der Lebensart weniger Senatorenwaren die Sitten der Vorwelt noch sichtbar.

Die alten Römer waren martialische Landmänner; im Friedenso beschäftiget, mit ihrem Eisen über die (in ihrem Gebiet nicht sehrfreigebige) Natur Eroberungen zu machen, wie im Krieg über dieFeinde. Jeder baute seine zwei Jucharte, so viel Land als in zweiTagen ein Zug Ochsen bepslügen konnte. Die Lentulus, die Piso,die Fabius, bekamen von den Linsen, Erbsen, Bohnen, die sie mitGeschicklichkeit pflanzten, die, nachmals durch Titel überwundenerNationen verlängerten Zunamen; sie trugen Kleider, die ihre Weiberund Töchter von der Wolle, von den Häuten ihrer Heerden ver-verfertigten; die Kleider der Königin Tanaquil für den ersten Tar-quinius sind auf die Cäsarn gekommen; man konnte die dazu legen,welche aus den Händen seiner Livia Cäsar Augustus erhielt. Mankann die Alten eher begütert* als reich nennen; Vieh war stattGeldes. Geld, welches den Werth eines darauf gegrabenen StücksVieh bezeichnete, 2 ließ der König Servius Prägen; Silbermünzensind ein paar hundert Jahre jünger, als das Consulat. Dominien--güter waren der Reichthum des sie verpachtenden Staates. Inner

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2 keeunis.