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Erste Band.
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Buch VI. Die Republik Rom.

geschlagen worden; in dem feindlichen Heer war nur HannibalsWissenschaft ihnen furchtbar. Nach der Niederlage bei Cannen, einemUnglück wie jenes der Athenienser auf Sicilien, oder wie die leuk-trische, oder wie Alexanders größte Schlacht wider Darms, folgteman dem Fabius, welcher den Feind bloß beschäftigte. Von deman lag Hannibal dreizehn Jahre in Italien, ohne Thaten, welchedem ersten Schrecken seiner Waffen entsprochen hätten. Mit Müheglückte ihm, römische Bundesgenossen auf einige Zeit für sich zubestimmen. Mehrmals litt er Verlust; Syrakusen, welche Stadtnach des weisen Hiero, ihres langjährigen Herrschers Tod, gegen2 ^ ^ Römer seyn wollte, wurde nach höchst merkwürdiger Belagerung211. durch Marcellus erobert. Oft blieb Hannibal eine geraume Zeitunthätig. Doch, so schlecht er von Carthago unterstützt wurde, er-hielt er sich meist auf Italiens Kosten.

Lange begnügten sich die Römer, ihn aufzuhalten; endlich retteteund entschied ein in Gefahren gebildeter Jüngling. Scipio ist alsKriegsmann würdig neben Cäsar zu stehen; als Mensch und Bürger,über ihm. Seine Kriegszucht und die Unbescholtenheit seiner Sittenerwarben ihm so viele Verehrung, als die Sanftheit der letzterenHerzen. Das Heer nahm seine Befehle wie Göttersprüche an; manwußte, daß Scipio nichts ohne die Götter unternahm. Nachdemer in Hannibals erster Schlacht seinen Vater vom Tode gerettet,derselbe aber mit seinem Oheim von den Carthaginensern in Spanienerschlagen worden, beschloß er diese Schatten und Rom zu rächen.Seine hervorleuchtende Tugend vermochte die Eifersucht alter Sena-toren, im Commando des größten Kriegs, den Rom je hatte, demedlen Jüngling zu weichen; eben dieselbe gab ihm den Sieg überdie im Heere eingerissene Verderbniß; 12,000 Weiber wurden ausdem Lager entfernt; seine Selbstbeherrschung, sein Glück in denschwersten Unternehmungen gaben dem Heer ein solches Vertrauen,daß vor ihm kein Feind unüberwindlich schien. Also, indeß Archimedes