Cap. 12. Der zweite punifche Krieg.
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mit Erfindungen des Genie's die Stadt Syrakusen gegen dasGlück des Marcellus zu behaupten sich vergeblich bemühete, in-dessen Gracchus die Insel Sardinien wieder eroberte, und Hanni-bals letzte Hoffnung, die von Hasdrubal, seinem Bruder, ihm zu-gesührte Hülfe durch Tiberius Nero vernichtet wurde, vertrieb Scipiodie Feinde aus allen ihren Besitzungen in Spanien, setzte über dieMeerenge und erschien in Afrika.
Hannibal, ermattet, hielt sich in Italien, als Carthago ihn zueigener Vertheidigung (der mächtigste Fürst des Landes, Massanasses,war Scipio's Freund) heimberief. In dem 17ten Jahr, seit erüber die Alpen zog, verließ Hannibal Italien, ohne nach so vielenSiegen den Römern eine Gegend entrissen zu haben, von der ausman sie hätte ferner können beunruhigen. Bald nach diesem liefertendie beiden größten Feldherren damaliger Zeit in den Gefilden vonZama die Schlacht, welche über den Vorzug der einen oder andernRepublik entscheiden sollte. Scipio setzte die Blüthe seiner Armeedem schwächsten Theil der feindlichen entgegen, auf daß früher Er-folg sein Heer begeistere, und ihm möglich mache den besten TruppenHannibals in die Seite zu fallen, indeß ein Theil derer, welchedie Fliehenden verfolgten, sich in Zeiten wende, um den noch stehen-den in den Rücken zu fallen. Nach einem ähnlichen Plan gedachteHannibal vermittelst seiner Elephanten die römischen Linien zu brechenund alsdann von allen Seiten auf Einmal zu agiren. Diese Ab-sicht merkte Scipio und stellte den Elephanten leicht bewaffnetes Fuß-volk entgegen. Als die Thiere gewaltig losbrachen, machte die römi-sche Infanterie mit größter Behendigkeit rechts und links Wendungen.Die Bestien, deren stürmischer Lauf durch ihre Führer nicht aufzu-halten war, stürzten wüthend vor sich, und rannten unschädlich durchden Raum, welchen ihnen Scipio ließ, und der, da sie vorbeiwaren, schnell sich wieder füllte. Indessen führte er mit seinereigenthümlichen Geistesgegenwart seinen Plan aus. In dem 550sten3. v. Müller, Allg. Geschichte, t. 12