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Buch VI Die Republik Rom.
von Pergamns, da er ohne Erben starb, gab testamentsweise seinangestammtes Königreich und das Geschenk zurück, welches einerseiner Vorfahren von dem Senat bekommen hatte. Vergeblich wider-v. Ehr. setzte sich Aristonikus. Aber ein Feind Roms hätte dem Staat keinschädlicheres Geschenk machen können; denn eben so vergeblich kämpftenseitdem altväterischer Biedersinn gegen Asiens Wollüste und Reich-thümer.
Sofort wurde durch den Volkstribun, Tiberius Gracchus, Schwe-stersohn Scipions, vorgetragen, die Schätze des Attalus zu ver-theilen, und vermittelst eines neuen Gesetzes dafür zu sorgen, daßein Bürger nie mehr als ein bestimmtes Maß Ackerland besitzendürfe. Der Vater dieses Tribuns war ein Mann von alter Tugendgewesen. Er selbst hatte alles, um ohne Uebertretung der Gesetzeein mächtiger Bürger zu seyn; das von ihm vorgetragene Gesetzwar mehr populär und bei der Menge für ihn empfehlend, alsbillig. Denn die alten Einschränkungen des Landbesitzes waren durchlanges Herkommen außer Uebung; so daß das Gesetz gegen einenbeträchtlichen Theil der Bürger hart war, und dem Armen zeigtewie er alles erhalten, dem Reichen, daß nur Gewalt ihn schützenkönne. Die Alkalischen Schätze waren dem öffentlichen Fonds (dervor Zeiten aus Abgaben ^erhalten wurde, und seit Paul AemilsTriumph keine mehr bezog) nicht überflüssig, wenn die Erhaltungs-kosten eines großen Reichs ohne Druck für die Provinzen solltenbestritten werden.
Zum erstenmal wurde eine politische Rechtsfrage in Rom durchdie Gewalt entschieden. Den Anlaß gab Tiberius Gracchus dadurch,daß er einen gemäßigtern Collegen vom Tribunal verstieß. Er trugdamals auch vor, daß allen Italienern das Bürgerrecht Roms zugeben sey. Billig fürchtete der Senat, von einer solchen Menge zuden schädlichsten Bewilligungen gezwungen zu werden. Also stelltesicb Scipio Nasica, ein durch die reinste Tugend ehrwürdiger Mann,