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Erste Band.
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Cap. 26. Cäsar in Gallien.

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jenen Gau, der im cimbrischen Krieg die Römer schlug und noch den-selbigen Feldherrn Diviko hatte, anzugreifen, schien er zugleich ehemaligeVerunehrung der vaterländischen Waffen zu rächen. Es kam baldnach diesem zu einer entscheidenden Schlacht, worin die Kriegskunstüber ungebildete Tapferkeit vollkommen siegte. Cäsar verfolgte dasganz entkräftete Heer; es ergab sich. Die Helvetier wurden römi-sche Bundesgenossen, und er sicherte den damals vornehmsten Paßdes Jura durch eine Colonie, wo jetzt der Ort Nion an dem GenferSee liegt.

Durch diesen ersten Sieg wurde Cäsars Ansehen so groß, daßer theils um Rettung der Gedrückten gebeten wurde, theils Bünd-nisse sich bildeten, um gegen ihn und Rom die Unabhängigkeit zubehaupten. Gallien war in eine Menge Parteien getheilt, so daßnicht nur keine Stadt, sondern kaum eine Familie unter sich einigwar. In den Republiken beschäftigte sich jeder mit politischen Dingen;häufige Volksversammlungen gaben hiezu mannigfaltigen Anlaß.Alles wurde leidenschaftlich getrieben, und oft nach Schein undGerüchten der kaum befestigte Entschluß geändert. Kaum wußtendie ganz hierarchisch constituirten Druiden, ihre Priester, durch, wiees scheint, heilsamen Einfluß, die Nation von der Verwilderungabzuhalten; es blieb durch sie ein Same von Cultur, so gut siemit Menschenopfern zu vereinigen seyn mochte. Zur selbigen Zeitwußten auch in Gallien mächtige Männer über ihr Vaterland undbenachbarte Völker sich persönlicher Oberherrschaft anzumaßen. Diegemeine Volksclasse war in sehr untergeordneter Verhältniß, vonwelcher der spätere Uebergang zur Leibeigenschaft nicht schwer seynmochte.

Von diesen Fehlern wußte Cäsar den besten Gebrauch zu Unter-werfung des Landes zu machen. Zur Vermehrung seines Ansehensging er selbst über den Rhein, die Gränze der tapfersten Barbaren,und über den Canal des Meers, der Britannien scheidet, welches