Cap. 27. Eä'farS bürgerlicher Krieg.
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„Gedanken beschäftigen mich Tag und Nacht, und ich bin begierig„auch eure Ideen zu wissen." Denn er Pflegte zusagen: „das An»„denken einer Grausamkeit würde ein lästiger Gefährte seiner alten„Tage seyn."
Immer erneuerte Cäsar Friedensanträge; aber da er nach Brun»dusium kam, entwich Pompejus aus Italien. Da beschloß Cäsarden Grund von dessen Macht, sein von Afranius und Petrejus wohlangeführtes Heer, in Spanien zuerst anzugreifen, sonst würde dieses,indeß er Schatten und Namen verfolgte, nach Italien gehen, undim Schooße des Vaterlandes den Schauplatz des Krieges aufschlagen.
Zu Rom versammelte er Senat und Volk, und legte ihnenvor, wie er zu diesen Dingen durch seine Feinde genöthiget worden.Massilia (Marseille) wollte sein Heer nicht aufnehmen, er sah sichin dem Fall sie zu belagern. Diese Stadt war von langen Jahrenher Freundin der römischen Republik; sie glaubte der Partei desSenates angeschlossen bleiben zu sollen, und Neutralität schien un-möglich. Gegen Cäsars Feldherren hielt sie mit jener von den altenPhocäern angestammten Beharrlichkeit; am Ende vermochte Massilianichts gegen das Glück, welches ihm die Weltherrschaft gab. Dochblieb sie auch nach diesem (wie die gallische Civilisirung zum Theilschon eher von ihr ausgegangen seyn mochte) ein blühender Sitz derCultur.
Der Feldzug in Spanien war einer der schwersten, weil Natur-schwierigkeiten, mit der Kunst guter Feldherren vereiniget, widerCäsar stritten. Er fand sein Heer zwischen vielen.Waldwassern,die in gewissen Jahreszeiten schwellen, für Proviant, Verstärkung,Fütterung beinahe unzugänglich, den Feind in äußerst vortheilhafterStellung. Hier übertraf er sich selbst, und gab dem Heer die gleicheEntschlossenheit, so daß die Soldaten bis an den Hals im Wasserdurch die Ströme kamen, und beschleunigte Märsche alle Bewegungender Feinde vereitelten. Es geschah, daß Afranius und Petrejus,