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Buch VI. Die Republik Nom.
deren Weiber zu Rom schon beglückwünschet worden, sich glücklichschätzen mußten, ohne Lieferung einer Schlacht, um den Preis ihresLebens, sich mit ihrem ganzen Heere zu ergeben. Cäsar schnell durchGallien, Italien, auf Rom, ernennt sich zum Dictator, ist blitzschnellzu Brundusium, und auf der Küste Dyrrhachiums (Durazzo). '
Als der zurückgebliebene Theil des Heeres zögerte, begab erallein, verkleidet, in einer Gewitternacht, im Glauben an sein Glück,sich in ein kleines Fahrzeug, um die Einschiffung am entgegenliegen-den Ufer zu beschleunigen. Indessen hatte Pompejus den ganzen,weiland von ihm siegreich durchzogenen, ihm ergebenen Orient auf-geboten; mit ihm war Griechenland, Afrika, der große Name desrömischen Senates; er selbst ermannte sich und frischte seine Kriegs-kunst auf. Sein Gedanke war, den Krieg zu verlängern, sein Heerzu bilden, den Gegner zu erschöpfen, zu ermüden. Ungünstige Schar-mützel und Mangel an Proviant schienen Cäsars Heer zu schwächen.Aber viele der Waffen unkundige Senatoren tadelten Pompejus, alsder, um nur lang zu commandiren, den Schlachten ausweiche; eswar ihm nicht möglich wie Cäsar, seinen Einsichten frei zu folgen:schon daß er Italien aufgegeben, hatte seinem Ansehen geschadet; inseinem Lager wurde zu viel von Politik gesprochen, da Cäsars Heer,auf ihn getrost, ohne Widerrede seinen Willen that.
Endlich verließ Pompejus das Lager, in welchem Cäsar ihnzu keiner Schlacht hätte nöthigen können, und anstatt ^nach dem Rathederjenigen, die von dem Namen der Republik große Wirkung fürihn erwarteten, den Krieg wieder nach Italien zu tragen, zog er indie Gefilde Thessaliens; bei Pharsalus wurde gestritten.
Cäsars Heer marschirte in starken Schritten auf; Pompejus be-wegte sich nicht; vielleicht um jene mit unerschöpften Kräften desto
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