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Erste Band.
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Cap. 28. Cäsars letzte Kriege und sein Tod. 221

großen Gegners entgangen seyn, wenn er sich nicht in das Meer ge-stürzt, und ein Schiff schwimmend erreicht hätte. In einer hieraufgelieferten Schlacht, wo die Aegyptier ohne Erfolg, doch nicht un-rühmlich stritten, verlor sich Ptolemäus Dionysius im Wasser. Cäsargab der schonen Cleopatra das Reich ihrer Väter, sie ihm zwei Söhne.

Uebrigens ist wahrscheinlich, daß Cäsar den Krieg wider die sichzusammenziehenden Pompejaner nicht bloß der Wollust wegen ver-spätete, sonst würde er jene nach der Abreise von Alexandria gesuchthaben; er zog nach Kleinasien, und schlug den Pontischen KönigPharnaces; der ihm nicht furchtbar seyn konnte. Er wollte jenenZeit lassen, ihre Macht so zusammen zu bringen, daß Ein Tagentscheide.

Cato, mit gleichem Muth wie im Senat und wie im Tod,hatte durch die afrikanischen Wüsten einen höchst beschwerlichen Marschvollbracht, worin er seine Krieger bis zu seiner eigenen Seelengrößezu erheben schien. Das Generalcommando übergab er dem Scipio.Tapfer, aber unglücklich, wurde bei Thapsus gegen Cäsar gestritten.Als der Muth hierauf erlosch, beförderte Cato in Utica die sichereEinschiffung seiner Freunde. Nachdem er für sie, die Stadt unddie Seinigen möglichst gesorgt, erfüllte er sich mit dem Gefühl derWürde menschlicher Natur, wie sie über Zeit und Glück erhaben,und göttlich ist, wenn sie will. Hiemit beschäftiget, überließer Rom dem Sieger, und entging durch freiwilligen Tod aller Macht,welche die sinnliche Welt über die hat, welche sich nicht kennen.

Was würde er nicht haben wirken können (dieser Einwurf istgemacht worden), wenn er die größere Kraft gehabt hätte, CäsarsTod erleben zu wollen? Aber Cato war von andern Menschen zusehr unterschieden, um sie zu regieren. Seine Standhaftigkeit wargroß genug, und seine That kann nicht verführen; um so sterbenzu dürfen, wird erfordert, wie er zu leben.

Hierauf aßen Juba und Petrejus mit einander und gaben sich