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Erste Band.
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Eap. 10 . Veränderungen in der Verfassung deS röm. Reich». 293

brittischen und gallischen Legionen, und nöthigte sowohl Galeriusals Maximianus, ihn als Mitkaiser anzuerkennen. Letzterer, Maxi-mian, unzufrieden unter seines Sohnes Namen zu herrschen, ließdem Diocletian die Wiederannahme der höchsten Gewalt vortragen;dieser zeigte den Gesandten, wie schön die Gäxten geordnet waren,worin er bei Salona mit Würde des ruhigsten Lebens genoß.'

Um diese Zeit wurde Maxentius den Römern unerträglich; dieLeibwache allein war seine Stütze; er lebte unmäßiger Wollust, undwar der Schrecken aller wohlhabenden Römer. Häufig flohen dieEdlen aus der Stadt; in der allgemeinen Verwirrung wurde derLandbau versäumt; auch der alte Maximian fand Ursache, vor demgewaltthätigen Jünglinge zu Constantinus zu fliehen, dem er seineTochter vcrmäblt hatte. Aber da seine Moral nicht besser als dieseines Sohnes war, machte er selber Anschläge wider den Eidam,der ihm eine Freistätte gab, so daß Constantinus, um nicht seinOpfer zu werden, ihn zwang durch selbstgewählte Todesart seinunruhiges Leben zu endigen. Constantinus zog hierauf, von römi-schen Großen geladen, wider Maxentius, und schlug ihn bei Romin einem Treffen, welches diesem das Leben kostete. Das ganze^ ^Land gegen Abend gehorchte Constantinus. 312.

Im Orient war Galerius gestorben; Maximinus Daza, Neffedesselben, in Wein und Liebe unmäßig, sonst begierig nach Kennt-nissen, hatte frühen Tod gefunden. Jetzt verband sich Constantinusmit Licinius, einem durch Militärverdienste zu des Galerius Freund-schaft und endlich zur Würde eines Cäsars erhobenen Kriegsmann.

Sie theilten das römische Reich, und ernannten ihre Söhne, Crispusund Licinianus, zu Cäsarn. Um diese Zeit starb der alte Diocle-tianus; man sagt durch seine eigene Hand, weil die neuen Kaiserfür sein Ausbleiben von des Licinius Hochzeitfest ihm Ungnadeäußerten.

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