Iiveiundzrvanzigstes Buch.
Zeiten, da die Könige von Frankreich in den europäischenGeschäften das Uebergewicht zu haben schienen.
Nach Christus 1648—1740.
Capitel 1.
Ludewig der Große.
Zur Zeit des pyrenäischen Friedens, welcher den spanischen ^Krieg, einen Anhang des dreißigjährigen, endigte, war König Lude-1659.wig XIV. in dem einundzwanzigsten Jahr seines Alters. Nochregierte, und nun ruhig, der Cardinal Mazarin: der letzte Bürger-krieg, wenn man die Bewegungen der Frondeurs noch so nennenwill, war erloschen; er hatte keine Staatsabsichten, so wenig alseinen weitaussehenden Plan, sondern war die Farce zu dem großenTrauerspiel, das in England vorging.
Ludewig XI V. hatte Sinn für eine Art von Großheit. Dieser^zeichnete ihn aus in den vierundfünfzig Jahren, da er ohne ersten 1661Minister regierte; er war die Quelle des Guten, was für Künsteund Wissenschaften durch ihn geschah, seines verderblichen Eroberungs-geists, der Unruhe von Europa, der Untertretung aller Tractate,
I. v. Müller, Allg. Geschichte. IV. 1