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Vierter Band.
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Eap 18. Die Geschichte bis zu Ende des Jahrhunderts. 33

spanischen Linie von Habsburg entgegen; Europa wünschte einenAugenblick Ruhe. Auf der Nieeuwburg, Wilhelms Lustschloß, un-«. Ehr.fern dem Haag, wurde der Friede gemacht, welcher von dem daran- 1697.stoßenden Dorfe Ryswyk genannt wird.

Wilhelm wurde als König erkannt; Johann Wilhelm, SohnPhilipp Wilhelms von Neuburg, als Kurfürst von der Pfalz; Leo-pold Karl, Sohn des Helden, der Wien befreien half, in dasHerzogthum seiner Vater, Lothringen, eingesetzt; Pignerol demHerzoge von Savoyen, Kehl dem Markgrafen zu Baden, das breis-gauische Freiburg dem Hause Oesterreich, allen Fürsten das durchdie Reunionskammern Usurpirte meistens zurückgegeben, der Königdurch Saarlouis, Longwy und Landau für diese Aufopferungenentschädiget.

Capitel 15.

Die Geschichte bis zu Ende des Jahrhunder,'t«.

Von dem an schienen Männern von Einsicht die Maximen desHofes zu Versailles billiger und mäßiger; aber die Gewohnheit, diesogenannte Erfahrung, diese einige Quelle der politischen Grund-sätze in allen Cabinetten von gemeinem Schlag, machte, daß dieVeränderung den meisten lang unbemerkt blieb, und Ludewig vondenen, die interessirt seyn mochten es glauben zu machen, fürimmer gleich herrschsüchtig und furchtbar ausgegeben werden konnte.

König Wilhelm, Schiedsrichter der großen Politik, dachte anders,und wünschte Europa vor neuere Kriegen zu sichern. Da die InselGroßbritannien keine Ausründungsplane auf dem festen Land haben,vielmehr über nicht allzuwichtige Aenderungen der continentalischenMachtverhältnisse gleichgültig seyn kann, so schien die Wagschale ganzgut versorgt in der Hand eines Herrn, der sie behaupten konnte,ohne interessirt, oder stark genug zu seyn sie zu mißbrauchen.

3- v. M ü l l e r , Allg. Geschichte. IV. 3