Eap. 19. Portugal.
äl
Capitel 19.
P ortu gal.
In Portugal herrschte Don Pedro auf dem Thron, den er«. Chr.seinem Bruder entrissen, bis um die Mitte des spanischen Krieges; ^Ob-er war, im Gefühl der Schwäche seines Geistes, gegen Männervon wahrem Verdienst höchst mißtrauisch. Bisweilen riß ihn dieLeidenschaft hin, Vorstellungen seiner Minister gegen einen Lieblings-gedanken mit Backenstreichen zu erwiedern; alsdann bat er sie aufden Knieen um Vergebung.
Zu seiner Zeit schloß der Engländer Methven mit dem Portu- n. Chr.giesischen Hofe den Vertrag, wodurch die Begünstigung der portu-^03.giefischen Weine in England gegen den freien Vertrieb englischerWollenmanufacturen in Portugal festgesetzt wurde. Hiedurch fielendie Portugiesen in immerwährende Abhängigkeit von den englischenFabricanten, gegen welche die ihrigen nicht aufkommen konnten.
Sie wurden von dem an Pächter ihres Brasiliens, dessen Gold indie geschickten Hände ihrer fleißigen Alliirten floß, welche sie zu sehrüber sich sahen um Nacheiferung zu wagen. Das fremde Goldging ferners durch ihre Hand, aber es bereicherte Andere, die Trans-port, Schiffsassecuranz und Schleichhändler (denn die Ausfuhr desGoldes wurde verboten) mit Waaren bezahlten. Solche Umständekonnten anders nicht als die Manufakturen und Flotten der Eng-länder in unaufhörliche Thätigkeit setzen.
Don Ivan V., Sohn und Nachfolger Königs Pedro, war,wie er, andächtig und wollüstig.