Cap. 33. Da» übrige Italien.
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Zeit des Unglücks der französischen Waffen, in die Reichsacht er-klärt, und starb im Elende. Die Güter seines Vetters, Fürstenvon Castiglione, wurden, auf eine Anklage desselben durch seine ^ ^Unterthanen, von dem kaiserlichen Hofe in Sequester genommen. 1713.Das ganze Haus Gonzaga wurde in diesem Jahrhundert der ange-stammten Herrschaft beraubt; sein Gebiet, mit Mailand, österreichisch.
Venedig hatte durch die unermeßlichen Kosten der ruhmvollenVertheidigung der Insel Candia unendlich gelitten. Nachdem diesechs Millionen Zecchini, der Nothpfennig der Republik, auch auf-gebraucht worden, mußte neue Landsteuer ausgeschrieben werden;Verwiesenen wurde Begnadigung, Vielen Titel, zweihundert Jüng-lingen vor dem gesetzlichen Alter (um neun Millionen Z.) Eintrittin den großen Rath verkauft, und Accise und Salzsteuer erhöhet.
Aber so groß war die Liebe und Verehrung der Republik und ihresRuhms, daß die Mittel zu Bedeckung einer Ausgabe von hundertMillionen keine Unzufriedenheit bei dem Volk erregten. Hundertcandiotische Geschlechter, welche Venedig dem unterjochten Vaterlandvorzogen, wurden in den großen Rath aufgenommen. Der Grafdella Torre, der um diese Zeit über Venedig schrieb, meinte denRuin ihrer Maximen als Folge dieser großen Aggregation vorzu-sehen : aber so mächtig war das System, so wachsam die Verwaltung,daß die Candioten dem großen Rath von ihren Ideen nichts bei-brachten, sondern in die seinigen eintraten, und nur alle von Be-gierde der Rache beseelt waren.
Francesco Morosini, schon Held auf Candia, nahm diese, durchEroberung des Peloponuesus.
Langsam erhob sich Ragusa von den Trümmern des großen n. Chr.Erdbebens; sechstausend Bürger waren in denselben begraben, die ^067.übrigen zerstreut worden; der große Rath war versammelt, als derStoß den Palast einstürzte, welcher den ganzen Adel begrub.Marino Caboga, ein leidenschaftsvoller Jüngling, der im SenatI. v. Müller, Allg. Geschichte. IV. 4