50 Buch XXII. Frankreichs Uebergewicht in Europa.
seinen Oheim umgebracht hatte, war im Gefängniß; die Mauerbrach von dem Erdstoß. Indeß von allen Seiten Flammen auf-loderten, und Räuber sich rotteten, ergriff hoher Sinn den MarinoCaboga; er rief die Reste der Bürger, zu Rettung des Platzes ihrerVaterstadt; abwesende, zurück; und stellte Ragusa her.
Seit Candia den Türken gehorchte, wurden die Mainoten,Enkel der Lacedämonier, zu Wasser und Land unaufhörlich beun-ruhigt. Tausend beschlossen auszuwandern. Stephanopulos führtesie nach Genua. Sie bekamen auf Corsica Land, Vieh und Feld-bauswerkzeuge. Dafür verpflichteten sie sich zu dem Zehnten desErtrags, und einer Abgabe von jedem Haus. In ganz Corsicawaren keine verständigeren Bauren, keine treueren Unterthanen.
Capitel 24.
Victor Amadeus.
Unter allen italienischen Mächten wurde das Haus Savoyenam größten und glänzendsten. Seit Emanuel Philibert nahm Pie-mont an Cultur und Gewerbefleiß zu: durch unaufhörliche Listwurde Karl Emanuel nicht beliebt, aber wichtig: durch den Friedenvon Cherasco erwarb Victor Amadeus I. ein Theil Montferrats;nach seinem frühzeitigen Tod hemmten unruhige Minderjährigkeitenden Fortgang des Staats.
n (5l,r Victor Amadeus II. zog in den Kriegen Ludewigs XIV. der1672 . Ruhe die Gefahr, wenn sie Vortheil bringen konnte, allezeit vor.n Cbr den Friedensschlüssen wurden ihm Pignerol, Perouse, Pragelas,1697. Fenestrelles und Exilles abgetreten. Pignerol, dessen Lage oft lästigwar, zerstörte er; dafür wurde die Brunetta in Felsen gehauen,n. Chr. Er erwarb auf der Seite von Mailand das übrige Montferrat, das1703. Sesiathal, die Städte und Landschaften von Alessandria und Lumello.17^.3 den Utrechter Frieden wurde er König Siciliens.