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Vierter Band.
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Cap. 28. Rußland.

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einverständlich mit Tscheglovitoj, Commandanten derStrelitze, ihremGeliebten, beschloß Sophia den Ruin ihres jängsten Bruders. AberPeter entfloh in das Dreifaltigkeitskloster.

An diesem Tag, an dem 8 . August 168 ', lernte der jungeCzar den Hauptmann Le Fort von Genf kennen, und vernahmdurch desselben Erzählung, wie die Länder Europens aussehen. LeFort entwickelte in seinem jungen Gemüth eine äußerste Begierdenach Ordnung und Cultur und den Haß der Barbarei.

Seine erste That war der Sturz der Herrschaft Sophiens, die ^ 9 ^'er in ein Kloster verschloß. Nach Iwans Tode unternahm er, wasnoch kein König: er stieg vom Thron, um regieren zu lernen. Nacheiner Reise, die er aus Liebe zum Seewesen nach Archangel gethan,unternahm er den großen Zug durch die policirten Länder. Aberdieser, seine Thaten im Frieden, und wie er von Karl Xll. siegenlernte, sind allzuberühmt, um in diesem kurzen Abriß erzählt zuCbr,werden. 1697.

Man darf den Czar nicht bloß an sich, man muß ihn nachder Lage beurtheilen, worein die Fortschritte aller Staaten Rußlandversetzt hatten: man mußte jenen nachstreben, oder (wie Polen unddie Türkei) ihr Spiel werden.

Fünfundzwanzig Millionen Livres waren das Einkommen beiseinem Regierungsantritt, hundert als er starb. So viele neueReichthumsquellen hatte Peter an das Licht gebracht! Man kanndas Sinnbild, welches er für sich wählte, ein Marmorfels, worauseine halb vollendete Statue gehauen wird, nicht anders als ange-messen finden. Desto rastloser mußte er arbeiten, je weniger erauf die Beharrlichkeit und Einsicht seiner Nachfolger oder auf diewiderspänstige Barbarei seiner Nation zählen konnte. Daher Peterunglaublich Vieles selbst gethan, und zugleich das Geringste undGrößte betrieben. Ost wohnte er den Gerichten bei; bis in dieNacht war er im Senat. Fast alle Länder, deren Anstalten er