72 Buch XXIl. VrankreichS Uebergewicht in Europa.
n. Chr. Sie starb vor der Königin Anna. Georg l. schwur „die1714. „Beobachtung und Behauptung der brittischen Gesetze und Rechte;
„daß er das Reich nie, auch nicht Vertheidigungsweise, für seine1715* Gleich liegenden Herrschaften in Kriege verwickeln, und in Ge-' „schäften keine andern als brittische Minister und geheimde Räthe„brauchen wolle."
Noch unter Anna war das Königreich Scotland mit England'in Einen Staat unter dem Namen Großbritannien förmlich ver-einiget worden. Gleiche Rechte, Freiheiten, Ordnungen des Handels,der Zölle, Accise, Münze, Maße und Gewichte und gemeinschaft-liches Parlament wurde für beide Reiche eingeführt. Die scotischcnPeerS bekamen gleiche Rechte, und den Rang nach den vor dieserEpoche existircnden englischen Peers, nebst der Macht, sechzehn ausihnen in das obere Haus des Parlamentes zu wählen; in dasHaus der Gemeinen wählen die einunddreißig scotischen Grafschaften(Shires), zwei Landschaftsverwaltungen (Stewarties) und sechsund-sechzig Domanialflecken fünfundvierzig Deputirte. Wenn das Par-lament zwei Millionen gestattet, so trifft den Scoten ihr Theil ander Last 48,000 Pfund. Die kirchliche Einrichtung, wie sie in acht-undsechzig Presbyterien, dreizehn Provincialsynoden und vier Uni-versitäten bestand, wurde bestätiget.
n Chr. In dem Utrechter Frieden erwarb Großbritannien außer Gibral-1713. tar und Minorca die Insel St. Christoph in Westindien, inAmerika Neuscotland (Acadien), Neuland, Hudsonsbucht undLandenge. Von den Fortschritten des brittischen Gewerbefleißesund Handels wird im folgenden Buch Erwähnung geschehen.