Band 
Vierter Band.
JPEG-Download
 

208 Buch XXIV. Zustand von Europa im Jahr 1783.

Durch Provinzialverwaltungen wollte Necker den Vortheil derStaatenländer in ihrer Maße verbreiten, Adel, Geistlichkeit undBürger deputirten dahin; den Präsidenten ernannte der Hof undsandte einen Commissär. Sie trugen ihre Gedanken, ihre Einwen-dungen vor, ohne die Zahlungen aufzuhalten. Sie brachten dieStimme des Volks vor den König; Verwaltungskammern ^ wachtenüber ihre Beschlüsse.

Das Kopfgeld wurde sowohl nach dem Rang als Vermögenbezahlt; von jenem war auch der Thronfolger nicht eximirt; letztereshatte seinen Bezug nicht allein auf Landeigentbum, sondern alleCapitalien vom Taglohn bis auf Gehalte und Handelsgewinn. DerErtrag mochte dem der Landsteuer gleich kommen. Die Vertheilungwar gleicher Willkür unterworfen.

Die freiwilligen Beiträge 2 ständischer Lande wurden auf zehnMillionen gerechnet.

Der freiwillige Beitrag der Geistlichkeit wurde alle zehn Jahrevon einer Versammlung ihrer Deputirten im großen Augustiner-kloster zu Paris, das letztemal^ auf 20 Millionen bestimmt. Siewar außerdem einer Verzehntung ihrer Güter und Einkünfte unddem Kopfgeld unterworfen. Die drei Bisthümer, Cambray undStraßburg, welche nicht in jene Versammlung deputirten, bezahltenverhältnißmäßig ihren freiwilligen Beitrag.

Die Zwanzigste waren in verschiedenen Nöthen auf mancherleiPrivateinkünfte gelegt worden. Seit Stellen lebenslänglich sind,wurden Gehalte unbeweglichen Gütern gleich geachtet. Ost wurdeein Zwanzigster von Gewerbefleiß, oft noch zwei Sous darüber be-zahlt, oder das Kopfgeld um zwei Sous gemehrt.

Es gab zweierlei Pachte. Zu dem größten gehörten die Gilles,

i vureuux cl'^aminiswstion.

» Dons xrstuils.

» 1778.