lauter kleine Theilchen mit eigenen Überschriften zcr-fezt, etwa wie einen Leichnam im anatomischen Theater,dessen im Leben einst vereinte Glieder da und dortauf den Fächern herumliegen. Ganz so macht esRühs, indem er zuerst als die eigentliche Geschichte,bloß die derb in die Augen fallenden Bewegungen,Regierungsantritte, Hinrichtungen, Kriege, Verträgeerzählt, und dann hinten drein als Anhängsel besondereKapitel über Finanzen, Staatsformen, Kriegseinrich-tungen, Gesetze, wissenschaftliche Bildung, Luxus undArmuth, Handel, Gewerbe, Adel, Bauern, Bürger rc.folgen läßt. Wo findet man eine so armselige Tren-nung in einem der Alten, wo in einem der Besse-ren Neueren! 3) I-sttrs« äs klustnv ^äolplrs. Siewurden zu Ende des vorigen Jahrhunderts dem Gra-fen Grimoard, der an einer Geschichte dieses Königsarbeitete, aus dem schwedischen Reichsarchiv in franzö-sischer Uebersetzung mitgetheilt und in Paris gedruckt.Sie bilden für die Geschichte der polnischen Feldzüge,über welche sie eine Art von Tagebuch enthalten, meineHauptquelle; für den teutschen Krieg sind sie von gerin-gem Belang. 4) Fr. Le-ngnich Geschichte von Preußen,ein sehr schätzbares Werk, das zwar in schlechtem Styl,aber mit gesunder Kritik geschrieben ist, und eine Mengesicherer Nachrichten aus dem Danziger und andern Ar-chiven enthält. Lengnich und die Briefe Gustavsergänzen sich gegenseitig.
Dieß sind die vier Hauptquellen für die erstenbeiden Bücher vorliegenden Werkes. Gerne hätte ichnoch andere benüzt, aber woher sie nehmen? Ich fühlerecht wohl, daß der erste Theil meiner Arbeit nur allzumager ist; dennoch wollte ich nicht auf Kosten der Wahr-heit mehr Stoff geben. Hätte ich z. B. des Loece-nius Buch benüzt, dem der Engländer Harte mit