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Geschichte Gustav Adolphs, König von Schweden : und seiner Zeit / für Leser aus allen Ständen bearbeitet von August Friedrich Gfrörer
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XIII
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dem sie angemuthet wird, überlegene Streitkräfte besizt.Hat z. B. Napoleon in der Fülle seiner Macht nachBülowS Regel gehandelt? Gewiß nicht. Fast stehtdaher zu befürchten, daß dieser Kühnste unter den siebenoder acht Feldherrn der Weltgeschichte in 200 Zährenwenn etwa ein neuer Bülow ersteht aus gleichenGründen, wie Gustav Adolph, die kritische Ruthebekommen dürfte. Dem Bülow schon Werke unge-fähr gleich an wahrem Werth steht die Arbeit Galettisüber den 30jährigen Krieg, aber aus ganz entgegenge-sehen Ursachen. Wie jener aus Mißbrauch eines ächten,nicht zu verkennenden Talents, und aus teutscher Sh-stcmmacherei gesündigt hat, so dieser durch völligenMangel an Kopf. Lächerlicheres gibt es nichts, alsder dummdreiste Ton, in welchem der kleine Schul-fuchse von Gotha die katholische Parthei Hofmeistersund derselben alle mögliche Sünden ins Gewissen schreit.Welch Glück für Teutschland, wenn Herr Galetti170 Zahre früher gelebt hätte und vom Kaiser Fer-dinand II. zu seinem Gewissensrath oder allmächtigenBeichtvater ernannt worden wäre! Denn dann würdesicherlich Alles einen ganz andern Schnitt bekommenhaben!! Schillers Name werde nur berührt. SeinWerk über den 30jährigen Krieg bleibt der Form nachein Meisterstück teutscher Beredsamkeit, über den Inhaltist es am besten zu schweigen. Allerdings waren, alser seine Geschichte schrieb, weder Wallensteins Briefeveröffentlicht, noch die Werke von Rose, Wolf, vonder Decken erschienen. Doch stand ihm Khevenhü li-ier zu Gebot, aber freilich gehört Beharrlichkeit dazu,sich durch zwölf dicke Folianten durchzuarbeiten.

Ausserdem habe ich über einzelne kleine Parthienmeines Gegenstandes viele andere Werke zu Rathe ge-zogen, Feßlersund Engels Geschichte von Ungarn,