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Staatsgeschichte von einem Jahrhundert : worinnen sich, nach ihrer Ordnung und verschiedenen Verhältnissen, das Interesse, die Absichten, und das Verhalten der vornehmsten Mächte von Europa seit dem westphälischen Frieden 1643, bis nach dem geschlossenen aachener Frieden im Jahr 1748 angezeiget finden / [Jean Henri Maubert de Gouvest] ; aus dem Französischen mit fleissiger Prüfung übersetzt [v. Johann Gottfried Bernhold]
Entstehung
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Vorrede.

anzumerken für erheblich genug erachtet haben.Nur in den teutschen Angelegenheiten habenwir manchmal eine Anmerkung anbringen müs-sen, weil der Verfasser in Ansehung der älternGeschichte nicht auö den besten Quellen ge-schöpft haben mag. Wir haben es aber auchmit gutem Vorbedacht mit unsern Erinnerun-gen bey den teutschen Sachen alleine bewendenlassen, w-rl die Übersetzung für Teutsche ist.Da der Verfasser in seinem Werke einen ganzbesondern Plan beliebet hat, und manche neueEntdeckungen von Staatsmaximen, Hofin-Iriguen und besondern Wendungen der Un-terhandlungen aus, andern zum theil unbe-kannten, Quellen und mündlichen Unterrichtten erfahrner Staatsmänner geschöpfet ha-ben will, so müssen wir es darinn n seiner Ver-antwortung überlassen, und können ihme we-der schlechterdings beyfallen noch auch wider-sprechen. 8ir llcieg , e,ies In teut-

schen Sacken, wo er die Acta publica unterein-ander wirft, und verstellet, konnte das letzteremit bestem Grunde geschehen Und derglei-chen Anmerkungen können nicht unerheblichseyn. Uebrigens nehmen wir als Ueberseyerkeinen Antheil, weder an den satyrischen Stel-len , noch manchmal harten und nacktheiligenSchilderungen der Großen und ihrer Minister,die der Verfasser öfters anbringet. Wir sehenmanche Beschuldigungen und den redlichstenHöfen aufgebürdete Absichten noch nicht alsbewiesen an. Wir sehen an manchem Souve-rän