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Staatsgeschichte von einem Jahrhundert : worinnen sich, nach ihrer Ordnung und verschiedenen Verhältnissen, das Interesse, die Absichten, und das Verhalten der vornehmsten Mächte von Europa seit dem westphälischen Frieden 1643, bis nach dem geschlossenen aachener Frieden im Jahr 1748 angezeiget finden / [Jean Henri Maubert de Gouvest] ; aus dem Französischen mit fleissiger Prüfung übersetzt [v. Johann Gottfried Bernhold]
Entstehung
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Vorrede.

den möchten, welche absonderlich seine Grund»sätze der Politik oder Staatsklugheit, dre ermit einstießen lässet, anfechten und ihn wie ei-nen halben Machiavell verschreyen werden.Wir enthalten uns mit Fleiß der Anführungsolcher Stellen, diezu einem solchen Anstoß Ge-legenheit geben könnten. Ein verständiger Le-ser wird fie bald entdecken. Ob in einem sol-chem Falle Monsieur Maubert sich, auf Art derVertheidiger des Machiavells, vertheidigenund angeben möchte, daß er die Grundsätzeder Staatsklugheit anbringe, wie sie angenom-men wären, und nicht wie sie seyn sollten, dasmüste sich sodann weisen.. Die eigentliche Ab-sicht und Einrichtung dieser Staatsgeschichteoder politischen Historie haben wir nicht Ursa-che ;u erzählen, da der folgende Vorbericht desVerfassers solches sechsten thut. Wir bezeigennur, daß er seine Absichten erreichen könne,wann fein Werk mit Fleiß gebrauchet wird.Ja, er wird vielleicht mehreren dienen, als sei-ne Absicht verlanget. Die politische Welt istjetzt gar groß; ja die ganze Welt will jetzundstaatsklug scheinen, und der Großen und ih-rer Minister Handlungen und Endzwecke beur»theilen und einsehen. Es ist zur epidemischenKrankheit geworden. Begierig muß also einBuch und Leitfaden, ein Werk das in der ThatLicht geben kann, von vielen aufgenommen wer-den, die eben ihren Umständen nach nicht nöthighätten, sich um eine so erhabne Wissenschaft,um das wichtigste von Weltsachen zu beküm-

* 5 mern.