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Staatsgeschichte von einem Jahrhundert : worinnen sich, nach ihrer Ordnung und verschiedenen Verhältnissen, das Interesse, die Absichten, und das Verhalten der vornehmsten Mächte von Europa seit dem westphälischen Frieden 1643, bis nach dem geschlossenen aachener Frieden im Jahr 1748 angezeiget finden / [Jean Henri Maubert de Gouvest] ; aus dem Französischen mit fleissiger Prüfung übersetzt [v. Johann Gottfried Bernhold]
Entstehung
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Vorrede.

mern. Aber sollte man auch wohl es den Leu,ten, den Bürger»/ den Gliedern eines Staa-tes verdenken können, wann sie alle auf diegroße Welt und die Unternehmungen der Mo-narchen und Souverainen, auf ihre Absichten,Anstalten, Beschuldigungen und Rechtferti-gungen Achtung haben, und doch davon un-terrichtet seyn möchten? Sollte man es einemübel deuten, wann er zu seiner Beruhigung un-terrichtet seyn möchte, ob er sein Haab und Gutund Blut und Leben für gerechte oder unge-rechte, für schlimme oder redliche Rathschlageseiner Vorgesetzten, seines unumschränktenHerrns,in die Schanze zu schlagen und aufzu-opfern habe? Es stecket hicrinnen oft ein Trostunglückseliger Unterthanen, die das Schwertund Feuer zu fressen drohet. Vielleicht ein lei-diger Trost für die, so das Schwert wirklichfrißt. Doch wo wollen die Gedanken hin? Sieeilen unter einem ängstlichen Harren und War-ten auf die Dinge, die unser armes Teutsch-land noch ferner treffen können, nach dem En-de dieser kurzen Vorrede mit dem allgemeinemherzlichem Wunsche: GOtt geb uns Frieden;und lenke die Anschlage und Wege der Götterdieser Welt dermaßen, damit ihre Untertha,nen und Kinder nicht alle noch zu Grunde ge-hen müssen! damit auch der Verfasser das vor-gesetzte Ziel seiner Arbeit, die Entwickelung dersich eingebildeten großen Weltintrigue, erbli-cken und das Ende vor sich sehen möge.

Vor-