-es Verfassers.
Gegenwärtigst des Geistes bey einem Staatsman-ne ausmachen, dadurch verlöschen. -Der eine kommtauf die Gedanken/ daß er sich vielmehr wie Riche-lieu/ seiner eignen Fähigkeit überlassen müsse; undein anderer/ wann er siehet wie ein Capuziner Joseph,ein Charnasse, Estrades und Lyonne, nur sich ftlb-sten und die Vernunft zu Wegweisern haben/ ver-spricht sich von gleichen Gaben auch den nehmlichenFortgang. Daher stammet der schlechte Erfolg vonden meisten Entwürfen der hohen Potenzen, in derandern Hälfte dieses abzuhandelnden Jahrhunderts.Daher rühret die maschinenmäßige Abhängigkeit vonden häufigen Courieren und täglichen Verhaltungs-befehlen von ihren Höfen, worein sich die meistenSraatsunterhandler versetzet sehen. Ein Minister,welcher ein oder das andere Verhältniß des wirklichenund vergangenen Zustandes von Europa, mit demZustande, darein er denselben setzen will, aus derAcht gelassen, bemerket auf einmal, daß ein Theilseiner Anordnungen in einem Widerspruch mit denvorhergegangenen Maasregeln stehe, und daß er ei-nem Theile seines Plans entsagen, oder einen Theil,des ehemals beliebten, verderben müsse: an statt et-was auszuführen, muß er auf Abänderung denken;an statt fortzuschreiten, findet er einen Stein desAn-stossens. Nach vielen Bemühungen und Wendun-gen, ist es noch ein Glück für ihn, den Prinzen,dessen Rathgeber er ist, und den Staat, dem er vor-stehet, wieder in den Zustand zu setzen, darinnen siesich befanden, als er das Müder von den Gefchäff-ten in die Hände bekommen. Der Staatsunterhänd-ler befindet sich gar selten mit solchen Angelegenheiten