Jahrhundert/I. Capitel. z
die ihme seine grossen Schatze verzehren müssen. Inderner auf eine unumschränkte Gewalt erpicht war , machteer sich seine Unterthanen, die Einwohner der sieben nach-her vereinigten Provinzen, zu unversöhnlichen Feinden;und zog sich selbst so höchstschadliche Hindernisse in seinenAbsichten durch eine anderweitige Unternehmung quf denHalß, als selbige nur immer seine Feinde wünschen konn-ten. Elisabeth, der Königinn Maria von EngellandSchwester und Nachfolgerinn auf dem Throne, hatte nichtszu thun nothwendig, als von den Staatsfehlern Philipsden sich darbietenden Vortheil zu ziehen, um seine grosser»Anschläge zu hintertreiben; und wüste solches auch mit .der allergrößten Geschicklichkeit auszuführen. So lange,bis Frankreich seine innerliche Trennungen endlich aufge-hoben und Heinrich den IV. als König erkennet, warenvje Verbindungen der Höfe in Absicht auf -ie Staatö-eifersucht Carls des V und Franz des I kaurn et-was anders, als auf kurze Zeit gerichtete Unterhandlungen,ohne Zusammenhang und Absichten auf die allgemeineStaarsverfassung.
§. i. Verhalten -es Königs Heinrich des IV.
Kaum hatten dem König'Heinrich dem IV die letztenLkgksten Treu und Gehorsam geschworen, als seine Ein,pfindlichkeit ihn zum Krieg Hegen den spanischen Könizreitzte, welcher der Beförderer dieser verhaßten Faktiongewesen war: er suchte deswegen sich mit denjenigenMächten genau zu verbinden, welche Kraft und Willenhatten, Philippen zu demütigen. Engelland und die auf-blühende Republik der sieben vereinigten Provinzen liessensich in seine Absichten rnit ein. Die Holländer griffen zn -seinem Behuf heftiger an ; Elisabeth vermehrte dieHülfS-Mittel: und er kündigte den Krieg an. Nachdemaber das Kriegsglück nicht also liefe, wie es König Hein-rich vermuthet, so gab er dem Verlangen des alten Kö-nigs von Spanien, welches dahin gienge, sechm Sohn
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